Nottuln
Jugendchor setzte Akzente

Mittwoch, 02.02.2011, 20:02 Uhr

Nottuln / Dülmen /Coesfeld - Mit der Uraufführung am 22. Mai 1836 trat das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy einen Triumphzug durch die Konzertsäle der Welt an, der bis heute andauert. So auch nun im ausverkauften Konzert Theater Coesfeld. Was hier in monatelanger, gemeinschaftlicher Arbeit mit der Kantorei St. Joseph (Dülmen), dem Chorus Cantemus (Appelhülsen), den Solisten Annette Koch (Mezzosopran), Victoria Kress (Alt), Daniel Sans (Tenor), Tomas Peter (Bass) und der Philharmonie Südwestfalen unter der Leitung des Kantors und Gründers der Kantorei, Thomas Drees , geleistet wurde, war grandios. Anders kann man diese Leistung nicht bewerten.

Für den Chorus Cantemus war dieses Konzert zugleich ein würdiger Abschluss des Jubiläumsjahres zum 20-jährigen Bestehen.

Das tiefreligiöse Werk schildert in zwei Abschnitten die Geschichte des Paulus. Darin eingebunden sind Choräle aus dem Gesangbuch. Wer Oratoriumsaufführungen in einer Kirche gewohnt war, musste sich umstellen. Einen Nachhall wie in einer Kirche gibt es im Konzert Theater nicht. Dem wurden die über 150 Sänger, die tonsicheren Solisten und das ganz ausgezeichnete Orchester gerecht.

Thomas Drees, ruhender Pool des Ganzen, gab mit seiner sicheren und präzisen Führung den Musikanten Halt und Orientierung. Hervorzuheben ist der Jugendchor , der einfühlsam in das musikalische Geschehen eingebunden war und kon­trastreiche und besondere Akzente setzte. So unter anderem in der Szene, die den Tod des Stephanus zum Thema hat. Beim Choral „Dir, Herr, will ich mich ergeben“ konnten einem die Augen schon feucht werden.

Nach dem Tod des Stephanus die Wandlung des Saulus zum Paulus. Eindrucksvoll auch die Mahnung durch den Chor: „Werde Licht.“ Der Jugendchor beendet die Szene mit: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, einem Lied, das bekanntlich in der Adventszeit gesungen wird. Voller Dramatik dann der Schluss: Paulus verabschiedet sich von seiner Gemeinde in Ephesus. Ahnte er schon sein Märtyrerschicksal?

Der grandiose Schlusschor, dessen Text aus den Psalmen 115,2 - 103,1 und 103,20 besteht, beendet eine mehr als eindrucksvolle Aufführung. Dafür gab es Beifall, der sich zu Jubelrufen und stehenden Ovationen steigerte.

Mit einem klassischen Chorkonzert mit allen Chören in der St.-Joseph-Kirche Dülmen präsentieren sich die Sänger am 27. Februar (Sonntag) um 17 Uhr.

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