Nottuln
„Singen ist eine friedliche Tätigkeit“

Mittwoch, 23.03.2011, 19:03 Uhr

Appelhülsen - Fast 100 Gäste konnte nun der erste Vorsitzende Ralf Pascher zum Chorverbandstag im Appelhülsener Bürgerzentrum begrüßen. Nicht nur die Delegierten aus 51 Chören, darunter auch Ehrenverbandschorleiter Otto Groll aus Dülmen, sondern auch viele Ehrengäste waren zur Feier des 80-jährigen Bestehens des Chorverbandes Westmünsterland (CVWM) gekommen. Musikalisch begrüßten die „Steverlerchen“ unter Leitung von Astrid Strege die Besucher. Sie sorgten unter Federführung ihrer Vorsitzenden Christel Nawrath auch für das leibliche Wohl der Gäste.

„Was war 1931 für ein Jahr?“, fragte Pascher nach dem heiteren Einstieg. Er gab einen Anstoß zur Nachdenklichkeit und erinnerte an die damalige historische Situation in Deutschland.

Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling mahnte zu Anfang seiner Festansprache, den Tag nicht verstreichen zu lassen, ohne an das unendliche Leid des japanischen Volkes zu erinnern. „Wir Menschen reagieren unterschiedlich auf solche Ereignisse“, so Schiewerling. „Es gibt auch Völker, die Klagelieder singen. Jubiläen sind Anlässe zurückzuschauen und daraus Kraft zu schöpfen für die Zukunft“, betonte der Politiker.

Grüße und Glückwünsche der Gemeinde Nottuln übermittelte die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Boldt-Hübner. „Musik geht keinen Umweg, geht direkt ins Herz und in die Seele“, schloss sie sich ihrem Vorredner an. Dem habe sie kaum noch etwas hinzu zu fügen, meinte danach die stellvertretende Landrätin Anneliese Haselkamp, nur „Singen ist eine Weltsprache, Basis der Gemeinschaft, die keiner Übersetzung bedarf“.

Gesungen wurde selbstverständlich auch auf dem Verbandstag in Appelhülsen. Gerne übernahm Otto Groll den Part, ein spontan gemeinsam gesungenes „Morgenrot“ zu dirigieren. Da schmunzelte anschließend Gratulantin Erika Dicks vom Sängerkreis Wesel: „Singen ist toll. Gucken sie sich alle an - jung und dynamisch.“

Positives fand auch der letzte offizielle Gratulant, Wilhelm Schulte (Sängerkreis Münster), bei seinem Vergleich von Sport und Musik. „Haben sie schon mal erlebt, dass nach einem Konzert Leute randalierend durch die Stadt ziehen? Singen ist eine friedliche, eine friedliebende Tätigkeit.“

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