Nottuln
40 000 Euro für die Wassermühle

Dienstag, 09.08.2011, 18:08 Uhr

Nottuln - Der Förderkreis „ Wassermühle Schulze Wes­terath“ und die Familie Schulze Westerath sind wieder einen Schritt weiter: Am Donnerstag übergab die Ortskuratorin Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ( DSD ), Diplom-Ingenieurin Sigrid Karliczek , den vierten Fördervertrag für die denkmalgerechte Sanierung der Wassermühle Schulze Wes­terath in Stevern. „Mit diesen neuen Fördermitteln von 40 000 Euro kann die Instandsetzungsphase zu einem guten Abschluss gebracht werden“, betonte Denkmalarchitekt Peter Petersen , der das Sanierungsprojekt betreut.

Petersen und die Familie Schulze Westerath sind hoch erfreut und dankbar über die verlässliche Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Mit dem nun vierten Fördervertrag hat die Stiftung insgesamt 210 000 Euro für die historische Wassermühle zur Verfügung gestellt. Und dass das Geld gut angelegt ist, davon konnte sich DSD-Ortskuratorin Sigrid Karliczek selbst ein Bild machen. Zusammen mit Peter Petersen führten Detmar und Elisabeth Schulze Westerath sowie Sohn Hubertus den Gast durch das Mühlengemäuer.

Nach einer ersten Unterstützung im Jahr 2007 förderte die DSD die baulichen Instandsetzungsmaßnahmen an der Wassermühle 2009 ein weiteres Mal. „Während in der ersten Planungsphase die akute Gefährdung der südwestlichen Außenwand vor dem Einsturz abgewendet werden konnte, wurden in der zweiten Förderstufe die Sicherung des barocken Dachwerks und deren Dachdeckung gewährleistet. Ferner konnten die Ursachen der Wasserschäden an der Mühle nachhaltig beseitigt werden“, erläutert Architekt Petersen. Und weiter: „Diese baulichen Maßnahmen haben den dauerhaften Weiterbestand der Mühle gesichert.“

Es sei ebenfalls der DSD zu verdanken, dass seit wenigen Wochen die Außenfassade der Wassermühle wieder im „alten” Glanz erstrahle. Die behutsame Restaurierung der Baumberger Sandsteinfassade sei ebenfalls einer weiteren DSD-Förderung im Jahr 2010 zu verdanken. Mit der nun vorliegenden vierten Förderung könne die denkmalgerechte Instandsetzung zum Abschluss gebracht werden. „Neben der Reparatur und Erneuerung der Fenster werden im Inneren des Gebäudes die restauratorischen Arbeiten in den Fensternischen und an den Wandinnenflächen ebenso gefördert wie denkmalpflegerische Arbeiten bei der Revitalisierung der vorhandenen historischen Kamine“, erläutert der Denkmalarchitekt. Auch könnten nun die schon 2007 vorgesehene Dielungen in den Obergeschossen der Mühle eingebaut werden.

Dank der kontinuierlichen DSD-Hilfe haben der Förderkreis Wassermühle und die Familie Schulze Westerath, die seit 1852 im Stevertal ihre Heimstatt hat, weitere Ziele ins Auge gefasst: Für das Jahr 2012 wird die Öffnung des Denkmals für Besucher angestrebt; auch eine museale Nutzung als touristischer Mittelpunkt für Bauern- und Mühlenkultur scheint jetzt erreichbar zu sein.

Wer die Arbeit des Förderkreises zur Zukunftssicherung der historischen Mühle finanziell unterstützen möchte, kann Spenden auf folgendes Konto einzahlen: Wassermühle Schulze Wes­terath e.V., Sparkasse Westmünsterland, Konto 35 37 94 37, BLZ 40 15 45 30. Spendenquittungen werden ausgestellt.

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