Nottuln
Jüdischer Friedhof in Nottuln

Donnerstag, 11.08.2011, 10:08 Uhr

Der jüdische Friedhof in Nottuln hat eine lange Geschichte. Das „Historische Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe“ (herausgegeben von Susanne Freund , Franz-Josef Jakobi und Peter Johanek; Münster 2008) gibt für den Friedhof in Nottuln eine Belegungszeit von vor 1749 bis 1986 an.

Der Nottulner Friedhof ist heute einer von drei Friedhöfen, die die Jüdische Gemeinde Münster verwaltet. Gemeindevorsitzender Sharon Fehr bestätigte, dass der Friedhof in den vergangenen Jahren noch einmal reaktiviert wurde. Wie viele Bestattungen hier stattgefunden haben, vermochte er aber ohne einen genauen Blick in die Akten geworfen zu haben, nicht zu sagen. Viele sind es wohl nicht gewesen. Anwohner sprechen von drei Bestattungen seit 2003. Heute ist der etwa 60 Grabstätten umfassende Friedhof wieder geschlossen, sagte Sharon Fehr. Aber: Im Wege von Familienzusammenführungen seien künftig noch Bestattungen möglich. Nach Angaben des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe gibt es in Nottuln noch vier bis fünf Doppelgräber von Eheleuten. Wenn der zweite Ehepartner stirbt, werden diese in Nottuln bestattet.

Pläne irgendwelcher Art hat die Jüdische Gemeinde für den Friedhof nicht. „Es ist eine Ruhestätte“, betonte der Gemeindevorsitzende. Nach jüdischem Glauben hat ein Grab für immer Bestand. Es gehört dem Toten.

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