Martinimarkt Aktuell:
Karl-Josef Laumann: geradlinig, kantig, westfälisch!

Sonntag, 06.11.2011, 21:11 Uhr

Nottuln - Er kommt in den Saal, groß, gewichtig, unübersehbar. Das Gesicht von einer frischen Röte überzogen, die Hand ausgestreckt für jeden, der sich ihm nähert: Karl-Josef Laumann, Fraktionschef der CDU im Landtag von NRW und - vor allem Westfale, vom Scheitel bis zur Sohle. Geradlinig, kantig. Später, bei seinem Festvortrag zur Eröffnung des Martinimarkts , benötigt er nicht einmal ein Manuskript. Der Mann, der so für seine christliche Überzeugung, für seine Arbeit als Politiker wie für seine Liebe zu Westfalen, zum Münsterland steht, spricht aus dem Herzen, nicht vom Blatt.

Doch zuvor stehen andere am Mikrofon: Harry Czipull, Vorsitzender des Heimatvereins Nottuln und Veranstalter des Martini-Eröffnungsabends bei Denter, begrüßte die vielen Gäste aus Nah und Fern, aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Darunter zum Beispiel Karl Schiewerling (MdB) und Werner Jostmeier (MdL), der ehemalige NRW-Innenminister und heutige FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Ingo Wolf, der Grünen-Landtagsabgeordnete Norwich Rüße, die stellvertretende Landrätin Anneliese Haselkamp sowie nicht zuletzt Bürgermeister Peter Amadeus Schneider .

Erich Rump, Vorsitzender der Bürgerstiftung Nottuln, informierte die Gäste anschließend über die Arbeit und Ziele der Stiftung. Rump: „Wir wollen eine Verständigung mit der Jugend und der älteren Generation schaffen. Helfen Sie mit Spenden! Ob mit 10 000 oder 100 000 Euro - wir kriegen das schon rüber.“

Humorig auch Bürgermeister Peter Amadeus Schneider: „Über Karl-Josef Laumann viel erzählen zu wollen, hieße ja Eulen nach Athen tragen, auch wenn das im Moment nicht ganz rüberkommt. Karl-Josef Laumann denkt über Parteigrenzen hinaus, ob beim Thema Mindestlohn oder beim Thema Schulkonsens.“

Und so war es auch. „Ich will nicht verhehlen, dass ich lieber auf Martini als auf Halloween rede“, meinte Laumann und lobte: „Ich bin gerne nach hier gekommen. Unsere Städte und Gemeinden brauchen diese Volksfeste. Sie dienen dem Kennenlernen, dem besseren Verständnis untereinander.“

Laumann erinnerte an den Aufbau der bundesdeutschen Gesellschaft und bekannte sich klar zur „Sozialen Marktwirtschaft“ und deren dienende Funktion, die ohne eine christliche Gesellschaftsordnung - vor allem in einer intakten Familie - undenkbar sei. Zudem gehöre zu einer sozialen Marktwirtschaft unabdingbar die Tarifordnung. „Auch die Wirtschaft muss sich ihrer dienenden Funktion wieder bewusst werden. Der Wettbewerb muss sich nach qualitativ Hochwertigem richten und nicht nach Billiglöhnen“, betonte Laumann.

Und er mahnte: „Jeder Mensch muss jede Chance haben, aus sich etwas zu machen. Dazu brauchen unsere Kinder, die nicht zum Gymnasium und zum akademischem Weiterstudium neigen, eine Schulform, die es ihnen ermöglicht, nach zehn Jahren eine gute wie richtige Ausbildung zu finden.“

Laumann: „Wir wollen unseren Kindern Chancen und keine Probleme hinterlassen.“

Und verschmitzt wandte sich der gebürtige Riesenbecker und Familienvater zum Schluss an die Festgesellschaft: „Als der liebe Gott die Erde gemacht hat, hat er sich besonders um die Schönheit des Münsterlandes bemüht. Und in den besten fünf Minuten hat er dann Nottuln gemacht.“

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