Neuer Film von Christian Baumeister
Ein Spiegel Westfalens

Nottuln -

Sie sind die letzten Europas – und damit für Christian Baumeister eine gute Gelegenheit, nach seinen bekannten Tierfilm-Produktionen rund um den Erdball nun endlich auch in der Heimat einen Film zu drehen.

Freitag, 30.03.2012, 06:03 Uhr

Neuer Film von Christian Baumeister : Ein Spiegel Westfalens
Christian Baumeister bei den Dülmener Wildpferden. Am Montag zeigt die ARD eine Naturdokumentation von Baumeister über die Wildpferde und andere Tiere im Münsterland. Foto: Light &Shadow GmbH

Nicht die Braunbären auf Kamtschatka oder die Kaimane im Amazonas, sondern die Dülmener Wildpferde, „die Sensation im Herzen Westfalens “, sind dieses Mal die Hauptakteure seiner neuen Naturdokumentation, die am Montag (2. April) um 20.15 Uhr direkt nach der Tagesschau in der ARD zu sehen ist. Es geht um die 350-köpfige Wildpferde-Herde im Merfelder Bruch, und um viele andere Tiere, die wie Baumeister im Münsterland zu Hause sind.

Über zwei Jahre war der gebürtige Nottulner an 150 Drehtagen mit seinem Kamerateam in der Münsterländer Natur unterwegs, „davon rund die Hälfte der Drehtage bei den Wildpferden, gute 15 Kilometer von meinem Elternhaus entfernt“, erzählt der Tierfilmer, dem die Arbeit in der Heimat großen Spaß gemacht hat – nicht zuletzt auch dank der hilfreichen Unterstützung durch den Herzog von Croy, den Besitzer und Verwalter des 360 Hektar großen Wildpferde-Reservats.

„Ursprünglich, ungezähmt und nahezu frei“ charakterisiert der Film die letzten wilden Pferde Europas, die bis heute fast unbeeinflusst vom Menschen leben, sich ihre Nahrung selbst suchen, keine tierärztliche Betreuung kennen und sich so viele ihrer ursprünglichen Instinkte erhalten haben.

„Weil sie keine natürlichen Feinde wie Bären oder Wölfe haben, sind sie aber relativ zahm, was das Filmen vergleichsweise einfach gemacht hat“, erzählt Christian Baumeister. Eine Herausforderung sei es allerdings gewesen, die für das Münsterland typischen Lichtstimmungen, etwa bei Morgennebel, mit der Kamera einzufangen – für Baumeister „ein Spiegel des ursprünglichen, vergangenen Westfalens mit seinen Wäldern, Mooren und Wiesen, durch das zu jener Zeit noch vielerorts wilde Pferdeherden streiften“.

Auch an anderen Orten im Münsterland hat er gefilmt und mit viel Geduld Wildschweine, Moorfrösche, Uhus, Fischotter und zahlreiche weitere Vertreter der münsterländischen Tierwelt vor die Kamera bekommen können. Im Rahmen mehrerer Ballonflüge zu allen vier Jahreszeiten sind außerdem beeindruckende Landschaftsaufnahmen entstanden, von denen der ortskundige Münsterländer sicher die eine oder andere sofort wiedererkennt.

„Die Schönheit und Vielfalt auch unserer Kulturlandschaft vor Ort den Leuten nahe zu bringen, zu zeigen, was auch hier noch da ist – das ist mein Anliegen mit diesem Film.“

Und das ist Christian Baumeister auch ganz sicher gelungen.

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