Polizei im Münsterland
Einsatz gegen den gewerbsmäßigen Fahrraddiebstahl

Nottuln/Kreis Coesfeld -

Die Polizei hat vergangene Nacht von Warendorf bis Essen flächendeckend gezielte Kontrollen durchgeführt. Und das zahlte sich aus.

Donnerstag, 24.05.2012, 10:05 Uhr

Polizei im Münsterland : Einsatz gegen den gewerbsmäßigen Fahrraddiebstahl
Fahrraddiebstähle spielen zum Beispiel in der Kriminalstatistik der Polizei Münster eine herausragende Rolle. Beinahe jede sechste Straftat in Münster ist ein Fahrraddiebstahl. Foto: Imago

In der vergangenen Nacht (23./24. Mai) hatte die Polizei im Rahmen eines Schwerpunkteinsatzes gegen den Fahrraddiebstahl ihre Netze im gesamten Münsterland ausgeworfen. Dabei gingen ihr gleich sechs „Fische“ ins Netz, berichtete am Morgen die Kreispolizeibehörde Coesfeld. Insgesamt beteiligten sich sieben Behörden in Selbstkoordination an dem Schwerpunkteinsatz.

Fahrraddiebstähle spielen zum Beispiel in der Kriminalstatistik der Polizei Münster eine herausragende Rolle. Beinahe jede sechste Straftat in Münster ist ein Fahrraddiebstahl.

Deshalb hatte das Polizeipräsidium Münster für diesen Einsatz auch die Koordination übernommen. Dank des Engagements des Polizeipräsidiums Essen, der Landräte Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie der Bundespolizeiinspektion Münster konnten die Beamten von Warendorf bis Essen flächendeckend gezielte Kontrollen durchführen. Und das zahlte sich aus.

Gegen 20.30 Uhr angelten sich die eingesetzten Beamten in Essen das erste Fahrzeug mit verdächtiger Ladung. Bei der Kontrolle des Lkw entdeckten die Polizisten 15 Fahrräder, die zum größten Teil Aufbruchspuren aufwiesen. Die Überprüfung ergab ein als gestohlenes Fahrrad aus Münster und andere Fahrräder mit Aufbruchspuren, die aus dem Raum Sassenberg und Marl stammten. Alle 15 Fahrräder wurden sichergestellt, das Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Es folgten zwei weitere Transporter, ebenfalls angehalten in Essen, mit gestohlenen Fahrrädern.

Aber auch Coesfeld hatte einen Erfolg zu verzeichnen. Als die Beamten an einer Kontrollstelle Nahe der Autobahn 43 einen Transporter anhielten, fanden sie ein Fahrrad, das bei der Polizei in Cuxhaven als gestohlen gemeldet wurde. Die Ermittlungen dauern an.

„Fahrräder sind ein Wirtschaftsgut, mit dem illegal gut Geld gemacht werden kann. Das interessiert auch überörtliche Täter. Diese reisen mit dem Ziel der illegalen gewerbsmäßigen Beschaffung an. Ein Aspekt im Rahmen der konzeptionell angelegten Bekämpfung ist für uns, die Transport- und Vertriebswege weiter aufzudecken“, erklärt Kriminaldirektor Bertram Welsing die Zusammenarbeit der Behörden und ergänzt: „Um dem Phänomen überörtlich agierender Täter Rechnung tragen zu können, haben wir uns gemeinsam mit den Umlandbehörden, dem Polizeipräsidium Essen, sowie der Bundespolizeiinspektion Münster zu diesem Schwerpunkteinsatz entschlossen. Die richtige Entscheidung, wie der Erfolg bestätigt. Wir sind froh über den engagierten Einsatz und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.“

Alle Behörden zusammen kontrollierten insgesamt 1084 Fahrzeuge. 23 Fahrräder wurden dabei sichergestellt. Gegen sechs Tatverdächtige wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Aber auch ganz normale Verkehrsdelikte wurden geahndet. In der Summe waren das 120 Verwarngelder, drei Blutproben, drei Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, fünf Verkehrsvergehensanzeigen, fünf Feststellungsberichte und eine Aufenthaltsermittlung.

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