Schützenverein „Gemütlichkeit“ Stevern
Dreikampf an der Vogelstange

Nottuln -

Es war ein harter Dreikampf, aber am Ende hatte Thomas Wallkötter die sicherste Hand und das schärfste Auge: Beim Schützenfest der „Gemütlichkeit“ Stevern errang Wallkötter die Königswürde.

Sonntag, 20.05.2012, 18:05 Uhr

Schützenverein „Gemütlichkeit“ Stevern : Dreikampf an der Vogelstange
Jawoll! Thomas Wallkötter setzte sich nach hartem Dreikampf an der Vogelstange durch und durfte sich von seinen Schützenbrüdern hochleben lassen. Foto: Dieter Klein

Nun, die Frage, wer bei den Schützen der „Gemütlichkeit“ Stevern Nachfolger von König Sascha Fliß wird, war am Sonntagnachmittag schnell gelöst: Denn schon mit dem 122. Schuss und dem Treffer von Thomas Wallkötter fiel der Vogelrest in den Staub. Und der Glückliche ging im Jubelgeschrei seiner Freunde, die in dichten Trauben den Schießstand umlagerten, nahezu unter. Denn Wallkötter hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt mit den Kontrahenten Matthias Gorke und Martin Wilmer einen harten Dreikampf um Königskette und Titel geliefert. Da wackelte es öfter mal. Doch nach einer Stunde konnte ihn seine Freundin Angela Budde als neue Königin in den Arm nehmen.

„Das hast du gut gemacht“, lobte ihn Vorsitzender Ludger Gorke . „Denn so bleibt uns auch noch genügend Zeit für einen schönen Ball im Festzelt.“ Überhaupt freute sich Gorke darüber, dass gleich drei Schützen gleichzeitig König werden wollten. „Dann braucht man wenigstens nicht umherzulaufen und um Kandidaten zu bitten und zu betteln.“

Nach dem Frühschoppen und dem gemeinsamen Erbsensuppen-Mittagsmahl waren alle kräftig genug für den langen Marsch durchs Dorf. Schließlich musste zuerst die Vereinsfahne vom Eilmann-Hof geholt werden und dann der Tross der berittenen Offiziere Stefan Krevert (Oberst), Hubert Brinkmann (Major) und in deren Gefolge die Adjutanten Simon Wessels, Florian Fliß und Matthias Gorke abgeholt werden.

Hier erreichte der Festzug mit dem Königswagen, in dem Alterspräsident Heinrich Bertels, Ehrenvorsitzender Bernhard Schniggendiller, der amtierende König Sascha Fliß und König 2010 Kai Sousna Platz gefunden hatten, unter musikalischer Begleitung der BMV-Musiker das Ehrenmal. Traditionsgemäß legte der Verein hier einen Kranz nieder, während Ludger Gorke die Namen der im vergangenen Jahr Verstorbenen aufrief.

Wenig später knallte am Schießstand die Büchse. Bürgermeister Peter Amadeus Schneider „erntete“ bei seinem Schuss etwas von der Laub-Deko des Vogels. Den Apfel holte Sascha Fliß, die Krone Michael Gorke und das Zepter schließlich Günter Mersmann.

Man wunderte sich: Mit Jens Föller schoss sogar ein „Artfremder“, nämlich ein Martini-Bruder aus Nottuln, auf den hölzernen Vogel. Nicht lange, aber immerhin. „Dem ging es wohl nur um die ausgelobten Biermarken“, schmunzelte Ludger Gorke verständnisvoll.

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