Percussion
Pure Lebensfreude: Talente im Keller entdeckt

Nottuln -

Wer die Augen zumacht, der sitzt am Strand irgendwo in Afrika. Die Trommelklänge, die die Mädchen erzeugen, sind einfach zu gut.

Mittwoch, 10.10.2012, 17:10 Uhr

Percussion : Pure Lebensfreude: Talente im Keller entdeckt
Talente entdeckt: Die Mädchen – im Bild Celina und Carolin – genießen den Percussion-Workshop in vollen Zügen. Foto: Bettina Laerbusch

Ehrlich: Wer die Augen zumacht, der sitzt am Strand vor türkis-blauem Meer irgendwo in Afrika oder in der Karibik und genießt sein Leben. Die Trommelklänge , die die Mädchen erzeugen, sind einfach zu gut. Dabei haben sie am Vortag gerade einmal zwei Stunden mit Michaele Mohr geübt. Und nur eine Schülerin hat Vorerfahrung im Trommeln. Michaele Mohr versteht es offensichtlich prächtig, Talente zum Vorschein zu bringen.

Seit nunmehr 20 Jahren ist sie Musikerin in ethnischer und moderner Percussion . Am Konservatorium Rotterdam wurde sie ausgebildet. Dass sie in Guinea, Kuba und Brasilien war – man glaubt es ihr sofort. Michaele Mohr hat aber auch Glück mit ihren Schülerinnen in Nottuln: Das Rhythmusgefühl der Kinder und Jugendlichen unten im Keller des Jugendzentrums am Niederstockumer Weg ist wirklich beachtlich. Der dreitägige Percussion-Workshop, den der Verein Treffpunkt Jugendarbeit anbot, fand an den ersten Ferientagen mit Unterstützung des Landesjugendamtes statt.

Die Instrumente hat Michaele Mohr, die in Dortmund lebt, mitgebracht. Die Kinder können auf der afrikanischen Djembé, auf Basstrommeln oder Congas spielen. Trommeln, sagt sie, „fördert die Konzentration, die Wahrnehmung, die Lebensfreude und Entspannung, den Körperausdruck und das Arbeiten in der Gruppe“. Wer den Kindern zusieht, der weiß, dass Mohr recht hat. Nach dem ersten Übungstag hatten die Kinder die Aufgabe mitbekommen, selber einen Rhythmus zu kreieren.

Sie haben diese „Hausaufgabe“ allesamt erledigt, spielen jetzt das, was sie sich ausgedacht haben, vor. Michaele Mohr hilft manchmal ein bisschen – trommelt mit und fragt: „Hast du das so gemeint?“ Das angesprochene Kind strahlt, trommelt mit, die anderen Kinder steigen ebenfalls ein. Carolin zieht als Erste ihren Pullover aus, das T-Shirt reicht, ihr ist warm geworden. Laut ist es im Keller. Die Lebensfreude der Kinder und die ihrer Lehrerin ist fast mit Händen greifbar. Erkennbar in den Gesichtern ist auch immer wieder die hohe Konzentration, mit der sie sich ihrer Aufgabe widmen.

Zwei Stunden wird geübt. Im Anschluss gibt es für alle einen Snack. Und jede darf noch kickern. Anzunehmen, dass den jungen Musikerinnen die Hände am Ende ganz schön weh tun. Doch das ist allen mit Sicherheit egal!

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