Ampelanlage am Gewerbegebiet Beisenbusch
Grünphase nochmals verlängert

Nottuln -

Die Staus an der Ampelanlage am Gewerbegebiet Beisenbusch bleiben ein Reizthema. Noch haben die zuständigen Behörden trotz einiger Nachbesserungen das Problem nicht im Griff – und arbeiten weiter an einer Lösung.

Dienstag, 06.11.2012, 21:11 Uhr

Ampelanlage am Gewerbegebiet Beisenbusch : Grünphase nochmals verlängert
Das neue Gewerbegebiet Beisenbusch aus der Vogelperspektive. Am oberen Bildrand zu erkennen ist die Gebäudestruktur des neuen Hollenhorst-Logistikzentrums. Das graue Band am rechten Bildrand ist die Bundesstraße 525. Foto: Gieseke GmbH

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Die Profis am Steuer der großen RVM-Busse sind im Straßenverkehr einiges gewöhnt. Doch zuletzt verzweifelten auch sie an der neuen Ampelanlage am Gewerbegebiet Beisenbusch /B 525. „Wir hatten in den Wochen zuvor große Probleme mit massiven Verspätungen“, schildert RVM-Sprecher Markus Kleymann die Situation der Schnellbuslinie S 60. Deshalb sei die RVM natürlich auch bei den zuständigen Behörden vorstellig geworden.

Seit Mittwoch sind dem RVM-Sprecher Klagen über Verspätungen nicht mehr zu Ohren gekommen. Hängt dies vielleicht mit der neuen Ampelprogrammierung zusammen?

„Ganz bestimmt“, ist Werner Schulze Spüntrup vom Landesbetrieb Straßen. NRW in Coesfeld überzeugt. Der für „Verkehrsbauten“ zuständige Diplom-Ingenieur berichtet im WN-Gespräch: „Wir haben ein neues Schaltprogramm für die Morgen- und Abendspitzen im Verkehr in Betrieb genommen.“ Konkret: Die Grün-Phase für den Geradeausverkehr auf der B 525 wurde auf nunmehr 150 Sekunden ausgeweitet. Eine Dauer, die über das übliche Maximum hinausgeht. Denn Grünphasen mit mehr als 120 Sekunden werden normalerweise vermieden, weil sonst die Wartezeiten für den Nebenverkehr zu groß werden, schildert Schulze Spüntrup. Autofahrer auf der K 11 (Beisenbusch) und der Zufahrt Mertens müssen nun morgens und abends mit Rotlicht-Zeiten von bis zu zweieinhalb Minuten rechnen. Das erfordert Geduld . . .

Ob mit der neuen Ampelschaltung alle Probleme gelöst sind, da hat auch Schulze Spüntrup Zweifel, denn das Verkehrsaufkommen ist hoch. Und es geht beileibe nicht nur um die Beisenbusch-Ampel. 550 Meter entfernt befinden sich die Ampeln der Autobahnauffahrten und -abfahrten. Deren Auswirkungen auf die Verkehrssituation Beisenbusch seien im von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Verkehrsgutachten wohl nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Fakt ist: Die 550 Meter lange Strecke zwischen beiden Ampelanlagen ist angesichts des Verkehrsaufkommens bei Rotlicht innerhalb von 20 Sekunden zugestaut, schildert Schulze Spüntrup. Besonders kritisch wird es, wenn der Feierabendverkehr auf der Autobahn aus Richtung Münster und Recklinghausen auf die Bundesstraße drückt. Zwar verfügen die Autobahnampeln über eine Stau-Schaltung, doch die hilft oft nicht. Sobald die Ampelsensoren auf den Abfahrten der A 43 einen Stau messen, wird die Grünphase für diese Abfahrten auf 70 Sekunden verlängert, erläutert Schulze Spüntrup. Das nützt aber nichts, wenn auf der Bundesstraße bereits ein Stau ist.

Deshalb berät Straßen.NRW mit der zuständigen Autobahnmeisterei in Hamm über eine bessere Abstimmung beider Ampelanlagen. Dafür müssten die Ampeln per Funk oder noch besser mit einem Datenkabel verbunden werden. Die Gespräche darüber laufen.

Gespräche führen auch viele Autofahrer. Ihrer Meinung nach wären mit einem Kreisverkehr diese Probleme nicht entstanden. Das sieht Werner Schulze Spüntrup nach wie vor anders. „Ein Kreisverkehr ist an dieser Stelle nicht das geeignete Mittel.“ Davon ist Schulze Spüntrup fest überzeugt. Und überzeugt sind auch viele Autofahrer: Die Verkehrssituation am Beisenbusch wird noch ganz lange ein Reizthema sein . . .

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