Gäste aus Narowlja
„Kulturelle Grüße“

Nottuln -

Dass der Kontakt nach Narowlja, das lange von Nottuln aus unterstützt worden ist, nicht abreißt, dafür setzen sich Bürgermeisterin Navumenka und ihr Nottulner Amtskollege Peter Amadeus Schneider ein.

Donnerstag, 07.02.2013, 19:02 Uhr

Vereinbarten einen Kulturaustausch zwischen Nottuln und Narowlja (v.l.): Viktar Zakharanka (Leiter des Kulturamtes Narowlja), Tatsiana Maslak (Sekretärin), Palina Eltrop (Dolmetscherin), Narowljas Bürgermeisterin Ala Navumenka, Peter Eltrop (Leiter der Klinik in Marl-Sinsen), Bürgermeister Peter Amadeus Schneider und Yauheni Topchyi (Chefarzt der Klinik in Narowlja).
Vereinbarten einen Kulturaustausch zwischen Nottuln und Narowlja (v.l.): Viktar Zakharanka (Leiter des Kulturamtes Narowlja), Tatsiana Maslak (Sekretärin), Palina Eltrop (Dolmetscherin), Narowljas Bürgermeisterin Ala Navumenka, Peter Eltrop (Leiter der Klinik in Marl-Sinsen), Bürgermeister Peter Amadeus Schneider und Yauheni Topchyi (Chefarzt der Klinik in Narowlja). Foto: Benedikt Falz

„Wir werden uns wiedersehen!“, versprach Narowljas Bürgermeisterin Ala Navumenka am Donnerstag. Narowlja, das ist die weißrussische Stadt, mit der viele Nottulner einige Erinnerungen verbinden, war doch der Verein „Hilfe für Narowlja/Tschernobyl“ lange Zeit ein wichtiger Bestandteil der hiesigen Vereinslandschaft. Dass der Kontakt auch nach Auflösung des Vereins nicht abreißt, dafür setzen sich Bürgermeisterin Navumenka und ihr Nottulner Amtskollege Peter Amadeus Schneider ein.

Der Besuch der Stadtvertreter kam durch die Initiative von Peter Eltrop, der als Leiter der Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Marl-Sinsen zusammen mit der Friedensinitiative Nottuln mehrere Spendenaktionen zugunsten des Krankenhauses in Narowlja durchgeführt hatte, zustande. Es war aber kein einmaliges Rendezvous, um sich einmal wiederzusehen, denn die Bürgermeister vereinbarten, sich für einen kulturellen Austausch zwischen den Gemeinden einzusetzen.

Bei dem lockeren und herzlichen Empfang im Äbtissinnenzimmer erinnerte Bürgermeister Schneider an den „in bemerkenswerter Erinnerung gebliebenen“ letzten Besuch der Weißrussen vor einigen Jahren. Damals war ein Chor in die Baumberge-Gemeinde gekommen, um hier sein Können zu präsentieren. „Auch wir erinnern uns gern daran zurück“, ergänzte Bürgermeisterin Navumenka.

Genau solch einen kulturellen Austausch soll es wieder geben: Auf Schneiders Vorschlag hin soll solch ein „kultureller Gruß“ durch eine kleine Abordnung von Künstlern, Musikern oder Artisten in die jeweils andere Gemeinde erfolgen.

Ala Navumenka nannte den Vorschlag eine „spannende und interessante Idee“. Man werde bei einer Einladung aus Nottuln alles unternehmen, um zu kommen. Diese Einladung sprach Bürgermeister Schneider dann auch sofort aus und lud für das Frühjahr 2014 nach Nottuln ein. Und auch Navumenka erklärte sich bereit, jeden Nottulner, der sich auf die lange Reise nach Weißrussland macht, aufzunehmen.

Allerdings stehen vor dem Austausch noch einige Hürden: So ist die Reisefreiheit nach und aus Weißrussland, das autoritär regiert wird, deutlich eingeschränkt, außerdem muss die Kommunikation über solch eine große Entfernung organisiert werden.

Die beiden Bürgermeister zeigten sich allerdings zuversichtlich, dass ein Austausch zwischen den Gemeinden möglich ist. „Es ist eine besondere Ehre, in Nottuln empfangen zu werden“, freute sich Navumenka. „Für die wichtigen Dinge hat man immer Zeit“, so Schneider.

»Es ist eine besondere Ehre, in Nottuln empfangen zu werden.«

Ala Navumenka
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