Neue Ausstellung im Rathaus Nottuln
Träume werden Kunst

Nottuln -

Ungewöhnliche Traumvisionen von Nottuln sind in der neuen Rathausausstellung zu betrachten.

Freitag, 08.02.2013, 18:02 Uhr

Am Sonntag (10. Februar) stellen das Gymnasium Nottuln und die bischöfliche Liebfrauenschule Schülerarbeiten in der Reihe „Kunst im Rathaus “ zum Thema „Träume“ aus. Die offizielle Eröffnung beginnt um 10 Uhr.

Die Arbeiten der Realschülerinnen und -schüler sind im Kunstunterricht der Leistungskurse der 9. und 10. Klasse unter der Regie von Angela Saget entstanden. Collagen über das traumhafte Nottuln, die schon bei der „Italienischen Nacht“ im September vergangenen Jahres in den Geschäften gezeigt wurden, stehen dabei im Zentrum.

Nottuln versunken unter dem Meeresspiegel, Nottuln als Märchenreich, Nottuln überwuchert vom Urwald, Nottuln als Oase in der Wüste, Nottuln als Kampfschauplatz für den Erzengel Michael und Luzifer, Nottuln als Candyworld, Nottuln wie im Himmel, – alle Kunstwerke laden dazu ein, eigene Träume über Nottuln zu spinnen.

Die Friedensvision Marc Chagalls inspirierte Schülerinnen und Schüler zu Linolschnitten, in denen bildsprachliche Elemente Chagalls wiederzufinden sind, die traumhaft anmuten, weil die Friedenssehnsucht der Menschheit nicht verstummt, heißt es in der Einladung.

Kaltnadelradierungen haben himmlische Wesen, die ebenfalls traumhaft anmuten, als ganz persönliche Engel gestaltet. Ein Hunde-Engel mag erstaunen, aber er verweist auf die enge Beziehung zwischen Mensch und Tier, die höchst real ist.

Der Q2-Kurs des Gymnasiums von Arne Bülow hat surreale Traumlandschaften gestaltet, in denen sich Mögliches mit Unmöglichem vermischt. Die Schwarz-Weiß-Bilder sind eine Mischung aus Zeichnung und Collage. Mit Fine-Liner verbanden die Schülerinnen und Schüler ausgewählte, aufgeklebte Elemente zu einem neuen Bild.

Der Q1-Kurs von Louisa Berlin hat sich digital mit Alpträumen beschäftigt. Herausgekommen sind atmosphärisch düstere, unheimliche Computermontagen, in denen zum Beispiel ein Wolf heult oder ein Drache auftaucht.

„Wenn ich träume, liege ich in einem Bett im Dschungel, und ein Dinosaurier möchte mich verschlingen“. Die Schülerinnen und Schüler des EF-Kurses von Wiebke Tiessen haben sich selbst in ihren Träumen dargestellt. Über den Umweg der Collage, in die sie eine Fotografie von sich selbst montierten und die als Vorlage diente, sind daraus unterschiedliche Kaltnadelradierungen entstanden. Die Kaltnadelradierung ist ein Tiefdruckverfahren, bei dem die Zeichnung in eine Metallplatte geritzt wird. Interessant: Die Schüler haben Plexiglas genommen.

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