Schapdettener für Schapdetten
„Wir glauben fest an dieses Projekt“

Schapdetten -

Rund 7000 Euro kostet die Machbarkeitsstudie über den geplanten Dorfladen in Schapdetten.

Samstag, 09.02.2013, 09:02 Uhr

Im Dorfladen in Welbergen herrscht gute Stimmung: Der als Bürgergenossenschaft betriebene Laden wird rege frequentiert.
Im Dorfladen in Welbergen herrscht gute Stimmung: Der als Bürgergenossenschaft betriebene Laden wird rege frequentiert. Foto: Anne Eckrodt

Seitdem die Menschen im Ochtruper Ortsteil Welbergen sich zu einer Bürgergenossenschaft zusammengeschlossen haben und einen eigenen Dorfladen betreiben, haben sie schon viele auswärtige Besuchergruppen begrüßen können. Das Erfolgsrezept des 1200-Einwohner-Dorfes möchten viele kennenlernen. Auch die Schapdettener . Eine Abordnung des Vereins „Schapdettener für Schapdetten “ hat sich schon in Welbergen umfassend informiert, schließlich steht auf der Agenda des vor einem Jahr gegründeten Vereins ebenfalls die Gründung eines Dorfladens. „Wir glauben fest an dieses Projekt“, betont im WN-Gespräch die Vorsitzende des Vereins, Walburga Niemann .

Aktuell arbeitet der Verein daran, den Startschuss für eine Machbarkeitsstudie zu geben. Diese Machbarkeitsstudie, so erläutert Walburga Niemann, sei Voraussetzung für die weiteren Gespräche mit der Bürgerschaft. Beauftragt werden soll damit das Büro, das auch bereits beim Regionale-Projekt „Hof Schoppmann“ tätig geworden ist. Allerdings: Die Studie kostet rund 7000 Euro, haben die Vorgespräche ergeben. „Das Geld hat der junge Verein aber nicht“, sagt Niemann. Deshalb habe man sich nun mit einem Antrag auf Unterstützung an die Gemeinde gewandt.

Da der Schapdettener Dorfladen in der Rechtsform einer Genossenschaft gegründet werden soll, erhofft sich der Verein auch Unterstützung von der genossenschaftlichen Volksbank Nottuln. Dort verfolgt man die Schapdettener Initiative nicht nur mit Interesse, sondern auch mit großer Sympathie. Genossenschaftsverband und örtliche Volksbank wollen gerne Hilfestellung geben. Im konkreten Fall der Machbarkeitsstudie konnte sich Bankvorstand Karl Weckendorf gestern auch eine finanzielle Beteiligung vorstellen. Er kündigte an, Bank und Gemeinde werden sich zusammensetzen und beraten, wie man den Schapdettenern helfen könne.

Grundsätzlich sei die Gründung eines Dorfladens als Genossenschaft der einzig erfolgversprechende Weg, ist Weckendorf überzeugt. Nicht nur von Berufs wegen ist der Appelhülsener ein Verfechter der genossenschaftlichen Idee. „Einer für alle – alle für einen, dieses Prinzip hat sich bewährt“, betont er. Der Bankvorstand mahnte aber auch, das Projekt könne nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn sich ganz viele Bürger damit identifizieren. „Wir brauchen alle Generationen für den Erfolg“, formulierte Weckendorf.

Das wissen auch Arbeitsgruppe und Vereinsvorstand, die weiterhin zuversichtlich sind. Schließlich hat der Verein auch schon ein Raumangebot bekommen, wo der Dorfladen eingerichtet werden könnte.

„Wir bleiben an diesem Projekt dran“, verspricht Walburga Niemann.

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