Plattdeutscher Lesewettbewerb
Schapdettener Jugend küert Platt!

Schapdetten -

Der Heimatverein Schapdetten freut sich: Plattdeutsch findet bei den Kindern des Dorfes großen Anklang.

Montag, 29.04.2013, 19:04 Uhr

In großer Zahl nahm die Schapdettener Jugend am plattdeutschen Lesewettbewerb teil. Die Jury hatte bei der Preisvergabe keine leichte Entscheidung.
In großer Zahl nahm die Schapdettener Jugend am plattdeutschen Lesewettbewerb teil. Die Jury hatte bei der Preisvergabe keine leichte Entscheidung. Foto: Dieter Klein

„Nu luster! Ik vötell di wat. Et is män half so wild met’t Platt. Du nimps dat ‚g‘ guet in de Snuut und läöts dat ‚ao‘ – äs’t mott, harut. Dat ‚r‘ sall richtig rullen. Ran! Vüörm met de Tunge sett’s du’t an; ‚s‘ , ‚p‘,s-t‘ bliewt fien för sik, un ‚sch‘ kümp nich te dick.“

Verstanden? Mit diesem für fremde Zungen nahezu unverständlichen Plattdeutsch mussten am Samstagnachmittag zahlreiche Kinder beim plattdeutschen Lesewettbewerb in Schapdetten zurechtkommen. Und dank vieler freiwilliger Stunden in der St.-Bonifatius-Schule – gemeinsam mit Hugo Sandmann , Martha Storp , Willi Hartz und Maria Krevert – schafften es alle. Manche sogar mit Bestleistung. „Ein Beweis dafür“, so das Organisationsteam des Lesewettbewerbs, „dass die Umgangssprache, die Jahrhunderte lang im Münsterland gepflegt wurde, in Schapdetten auch weiter gepflegt wird.“

Plattdeutscher Lesewettbewerb in Schapdetten

1/7
  • Leonie Rehorst erzielte in ihrer Altersklasse den ersten Platz.

    Foto: Dieter Klein
  • Hugo Sandmann ist Plattdeutsch-Experte und immer engagiert, wenn um die Förderung und den Erhalt des Plattdeutschen geht.

    Foto: Dieter Klein
  • Konzentration: Katharina Roerkohl beim Vorlesen ihres Wettbewerbstextes.

    Foto: Dieter Klein
  • Laura Welling war eine der Teilnehmerinnen.

    Foto: Dieter Klein
  • Die Jury des Lesewettbewerbs machte sich die Entscheidung über die Sieger nicht leicht.

    Foto: Dieter Klein
  • Zahlreiche Kinder beteiligten sich am plattdeutschen Lesewettbewerb des Heimatvereins Schapdetten.

    Foto: Dieter Klein
  • Zahlreiche Kinder beteiligten sich am plattdeutschen Lesewettbewerb des Heimatvereins Schapdetten.

    Foto: Dieter Klein

Die Eltern waren sichtlich stolz, wenn ihre Kleinen gerade an der Reihe waren und mit den bekannten Geschichten und Gedichten von „Dat Pöggsken“ oder die „Kiärmes in’t Duorp“ die sprach- und sachverständige Jury begeisterte. Mit Heinz Rütering, Dieter Elfers, Ruth Betz und den bereits genannten „Sprachlehrern und -lehrerinnen“ stand ein ebenso faires wie kompetentes Team zur Punkteverteilung bereit.

Die Jury setzte die Kleinsten, die kaum Siebenjährigen allesamt auf Platz „Eins“. Erst bei den Acht- bis Neunjährigen gab es denkbar knappe Unterschiede. Auf Platz 1 kam Emily Streil vor Julia Schriever und Felix Bartel. Beim Jahrgang 4 setzte sich Leonie Rehorst vor Tobias Petrasch an die Spitze. Bei den „Großen“ gewann Theresa Eilmann („Von Pastor un sine Frau“) vor Marcell Brinkmann („Den Seinen gibt’s der Herr im…“) und Linda Brinkmann („Kiärmes in’t Duorp“).

Kleine Preise vom Heimatverein Schapdetten, der in Verbindung mit der St.-Bonifatius-Schule den Lesewettbewerb veranstaltet hatte, belohnten die Sieger. Das große Vergnügen, das dieser Wettbewerb bereitete, belohnte hingegen alle, die sich im Pfarrheim eingefunden hatten. Zumal es ja auch noch leckere Torten gab.

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