4. NRW-Cup für Neufundländerhunde
Geduldige Schönheiten in Nottuln

Nottuln -

Der 4. NRW-Cup für Neufundländerhunde fand in Nottuln statt. Und er stellte ein Highlight für Hundefreunde dar. Die freundlich-friedliche Rasse zog die Zuschauer in ihren Bann.

Montag, 05.08.2013, 07:08 Uhr

Dem interessierten Tierfreund eröffneten sich an diesem Wochenende auf dem Draum völlig neue Erkenntnisse über Hundehalter und ihre heiß geliebten treuen Vierbeiner. Denn hier – weitab jeder Siedlung, auf einer Wiese mitten im Wald – trafen sich Westdeutschlands Neufundländer-Freunde und -Züchter zu ihrem 4. NRW-Cup. Organisiert worden war die Veranstaltung von dem Nottulner Hucky Herzig , selbst Besitzer dreier Neufundländer mit den Rufnamen „Emma“, „Olga“ und „Emil“.

Auf ihre richtigen, im Stammbuch eingetragenen Namen würden die Plüschtiere wahrscheinlich gar nicht erst reagieren. So hieß der neuneinhalbjährige Rüde „Joker“ aus Raesfeld – im Übrigen ein späterer Preisträger – unter seinem eigentlichen Zuchtnamen „Earth, Wind and Fire von der Gonheide“, sein Vater gar „Watervalley Marvin Gaye of Merrybear“, die Mutter zudem noch „Kind of Magic von Aiching“.

NRW-Cup für Neufundländerhunde

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  • Foto: Dieter Klein
  • Foto: Dieter Klein
  • Foto: Dieter Klein
  • Foto: Dieter Klein
  • Foto: Dieter Klein
  • Foto: Dieter Klein

Die Hunde, ob braun, schwarz oder wie „Baby Chepi von Orenda“ schwarz mit weißer Blesse, waren alle bildschön. Riesig und friedlich, ließen die Tiere sich von ihren Besitzern ohne Widerstreben mit Staubsaugern, Haarbürsten, Lotionen, Körperpuder und Staubkämmen bearbeiten und „verschönern“. So, als ginge es um ein Casting bei „ Deutschland sucht den Superstar “.

Und das alles nahezu lautlos. Unglaublich. Trotz der Anwesenheit von jeweils rund 40 Neufundländern an den beiden Wochenendtagen ging es auf der Wiese zwischen Wohnwagen, Zelten und mobilen Schönheitssalons zu wie bei einer dezent-kultivierten Kunstausstellung.

„Das gehört zum Standard dieser Rasse, die Hunde sind einfach außergewöhnlich liebenswürdig und geduldig“, betonte der Hesse Klaus Rücker, neben der Mailänderin Beatrice Schiatti einer der beiden Richter an diesem Wochenende.

»Diese Hunde sind einfach außergewöhnlich liebenswürdig und geduldig.«

Klaus Rücker

Nur ganz selten auch, dass einer dieser kaschmir-weichen Tiere nach seiner „Großreinigung“ mit Bürsten, Saugen und Pediküre auf dem Weg zum Führring noch einen lässigen Speichelfaden aus der frisch polierten Schnauze hängen ließ. „Noblesse oblige – Adel verpflichtet“. Gleichgültig in welcher Klasse. Ob unter den „Babys“ oder in der Veteranen-Abteilung. Nur der Dortmunder Neufundländer „Onassis“ – sein Adelsname sei hier aus Diskretion verschwiegen – konnte es nicht lassen, einer anmutigen braunen Hundegräfin immer wieder nachzuschnüffeln.

Ausstellungsleiter Hucky Herzig konnte zufrieden sein. Nottuln erlebte an diesem Wochenende mit dem 4. NRW-Cup für Neufundländer ein ungewöhnliches Highlight. Die wunderschönen Gemütsriesen boten ein imposantes Bild inmitten von Wiesen und Wäldern. So beeindruckend, dass die Zuschauer sich darin jedenfalls einig waren: Jeder dieser Hunde wäre des Titels eines „Deutschen Champions“ würdig gewesen.

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