Gewerbe- und Industriegebiet Beisenbusch
Hafennähe ist ein Argument

Nottuln -

Im Gewerbe- und Industriegebiet Beisenbusch ist richtig was los. Überall werden neue Betriebsgebäude errichtet. Die Vermarktung ist schon sehr weit gediehen – Möglichkeiten, das Gebiet weiterzuentwickeln, gebe es aber noch, sagt Bürgermeister Peter Amadeus Schneider.

Freitag, 23.08.2013, 21:08 Uhr

Die Lage direkt an der A43 und die Nähe zur A1 sind sicherlich gute Argumente für das Gewerbe- und Industriegebiet Beisenbusch , das die Gemeinde Nottuln seit rund zwei Jahren vermarktet. Dass aber auch der Hafen in Münster ein Kriterium für ansiedlungswillige Unternehmen ist, das hat Bürgermeister Peter Amadeus Schneider überrascht. „Für manche Firmen ist es interessanter, Container zu verschiffen und in Münster umzuladen, als die Fracht über die Autobahnen zu transportieren.“

Schneider soll es recht sein, er ist sehr zufrieden mit der Entwicklung des Gewerbegebietes. Rund 100 000 der insgesamt 150 000 Quadratmeter Nettofläche, also zwei Drittel, sind bereits veräußert. Optionsverträge liegen für weitere knapp 10 000 Quadratmeter vor, schriftlich fixierte Reservierungen über rund 12 000 Quadratmeter. Zurzeit sind demnach nur noch kleinere Grundstücke auf insgesamt rund 26 000 Quadratmetern zu haben. Diese Flächen werden, so der Bürgermeister, zum Teil freigehalten für eine mögliche Ansiedlung von Nanotech- oder Hightech-Gewerbe.

Gleichwohl ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, denn die Gemeinde hat den ersten Zugriff auf weitere Flächen in einer Größenordnung zwischen 60 000 und 100 000 Quadratmetern, könnte das Gewerbe- und Industriegebiet durchaus erweitern. „Wenn ein Unternehmen ein größeres Grundstück haben möchte, wären wir unmittelbar handlungsfähig“, sagt Schneider. Ohne konkrete Anfragen allerdings wolle die Gemeinde nicht in Vorleistung treten.

Und was die Bewerber angeht, so sei die Gemeinde von Anfang an „ein bisschen wählerisch“ gewesen, erzählt Bürgermeister Schneider, nicht jeden Ansiedlungswunsch habe man erfüllt. Unternehmen aus dem Rotlicht-Milieu zum Beispiel sind ausgeschlossen worden, genauso Unternehmen, die zwar riesige Flächen brauchen, aber kaum Mitarbeiter darauf beschäftigen. Sehr wichtig war dem Bürgermeister auch, dass man im Sinne kommunaler Wirtschaftsförderung vor allem auch den heimischen Betrieben Möglichkeiten bietet. „Fünf namhafte Unternehmen aus unserer Gemeinde haben einen neuen Standort gefunden, das finde ich sehr positiv.“

 

»Bei der Auswahl der Bewerber sind wir ein bisschen wählerisch gewesen.«

Peter Amadeus Schneider
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