9. Nottulner Kunstbörse
Eine spannende Zusammenstellung

Nottuln -

Mit der 9. Nottulner Kunstbörse ist am Wochenende eine längst liebgewordene Tradition fortgesetzt worden. Bürgermeister Peter Amadeus Schneider lobte Organisator Ulli Messing dafür, wieder eine spannende Auswahl zusammengestellt zu haben.

Sonntag, 15.09.2013, 22:09 Uhr

Mit der 9. Nottulner Kunstbörse ist am Wochenende eine längst liebgewordene Tradition fortgesetzt worden. Die – und das sah man schon an den von weither angereisten Künstlern – sogar über die Landesgrenzen hinaus auf eine beachtliche Reputation blicken kann.

Bürgermeister Peter Amadeus Schneider würdigte bei der Eröffnung in der Alten Amtmannei insbesondere die wechselseitigen Impulse zwischen den Künstlerinnen und Künstlern der Region und den hinzu eingeladenen Gästen: „ Ulli Messing versteht es jedes Jahr aufs Neue, eine spannende Zusammenstellung zu präsentieren“, lobte er den Organisator der Veranstaltung. „Das ist für die einheimischen Künstler gleichzeitig eine Herausforderung und daneben auch eine Möglichkeit, sich in einem angemessenen Rahmen zu präsentieren.“

9. Nottulner Kunstbörse

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    Foto: Dieter Klein
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    Foto: Dieter Klein

Der Bürgermeister stellte die Künstler und ihre Werke kurz vor. Sei es die Kettensägenkunst von Peter Bolle, die Glaskunst von Ulli Messing oder die ganze Spannbreite von Acryl-, Öl- und Kreide-Bildern der Malerinnen und Maler. Für das Publikum war es ein sinnlicher Genuss, in die diversen Farbgebungen, Maltechniken und Ausdrucksversuche zeitgenössischer Malerei abzutauchen.

So wie bei der Nottulner Künstlerin Luzia Zipperle, deren Entwicklung nach verschiedenen Lernphasen zurzeit bei grazilen naturgetreuen Stillleben angekommen ist.

In der Aschebergschen Kurie stellte der Gelsenkirchener Reinhold Gerwert aus, der Industrie-Impressionen seiner Heimatstadt und des Ruhrgebiets präsentierte. „Gerade dieser Akzent ist ein wunderbarer Auftritt im ländlichen Münsterland “, meinte Bürgermeister Schneider.

Von suggestiver Kraft sind die großformatigen Porträts (auf Holz), die die Havixbeckerin Lydia Mächler präsentierte. Dagegen wirken die farbenfrohen Bilder der Duisburgerin Serap Riedel wie ein lockeres Sorbet zwischen zwei Hauptgängen. Ihre Öl- und Acrylmalereien seien „auch in der Gegenstandslosigkeit von großer inhaltlicher Tiefe und von Temperament geprägt“, erklärte Schneider.

Dazu im Kontrast die geisterhaften Kreationen der Dülmener Künstlerin Sabine Lovermann: Ihre zarten, oft wolkenartigen Acrylbilder geben der Fantasie genügend Spielraum. Ähnlich wie die der Hamburgerin Simone Schmidt, deren perspektivverlorene Hintergründe durch angedeutete Figuren optische Ruhe schaffen. Sabine Schmidts Motive haben schon das Interesse einiger bedeutender Weinhäuser gefunden. So zieren Bilder ihrer Werke auch schon ein paar edle Gewürztraminer.

Blieben noch zwei Stellwände in der Alten Amtmannei mit Holzschnitten des Bremers Werner Kapuschat. Bewusst farbschwach, gradlinig und ehrlich befolgt der Künstler die Gesetze eines alten Handwerks.

Bürgermeister Schneider freute sich schon jetzt auf die Kunstbörse im kommenden Jahr. Ulli Messing bat er: „Hoffentlich dürfen die Nottulner auch weiter auf Sie zählen.“ Und der versprach: „Das ist ja dann die zehnte, eine Jubiläumsschau. Ich werde dabei sein.“

»Ulli Messing versteht es jedes Jahr aufs Neue, eine spannende Zusammenstellung zu präsentieren.«

Bürgermeister Peter A. Schneider
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