Bürgergenossenschaft „Dettener Dorfladen“
Verantwortung übernommen

Schadpetten -

Die Bürgergenossenschaft „Dettener Dorfladen“ hat sich gegründet. Am Montagabend haben das 25 Schapdettener beschlossen. Noch allerdings wird der letzte Schritt einer Eintragung ins Genossenschaftsregister nicht getan. Erst muss das Startkapital zusammenkommen.

Dienstag, 03.09.2013, 10:09 Uhr

Wenn der weitere Prozess so schnell vorangeht, wie die Gründungsversammlung für die Bürgergenossenschaft „Dettener Dorfladen “, dann werden die Schapdettener ihre Lebensmittel sicher schon bald im eigenen Dorfladen an der Roxeler Straße kaufen können. Nach gut anderthalb Stunden, um 20.17 Uhr, schloss Christoph Gottwald ( Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband ) offiziell die Versammlung, da hatten 25 Bürgerinnen und Bürger ihre Genossenschaft aus der Taufe gehoben und für die nächsten drei Jahre einen Aufsichtsrat gewählt, der seinerseits einen Vorstand bestellt hatte.

„Ein historischer Moment“, kommentierte Karl Weckendorf, Vorstand der Volksbank Nottuln. Aber nur ein Zwischenschritt, wie nicht nur Hugo Sandmann wusste. Der Schapdettener ist die treibende Kraft hinter dem Dorfladen-Projekt und am Montagabend in den Vorstand der neuen Genossenschaft bestellt worden. Ein Zwischenschritt deshalb, weil die Bürgergenossenschaft zurzeit noch „in Gründung“ (i.G.) ist.

Noch muss der Genossenschaftsverband sein Prüfungsgutachten schreiben. Aber das werde sicher kein Problem, erklärte Christoph Gottwald. Der Gründungsberater muss es wissen, schließlich hat er die erprobte Mustersatzung des Genossenschaftsverbandes mit den Schapdettenern gemeinsam auf deren Projekt zugeschnitten.

Vor allem aber muss noch das Startkapital von mindestens 80 000 Euro zusammenkommen (320 Anteile à 250 Euro). „Erst dann ist die wirtschaftliche Basis gesichert und können wir die Gründung endgültig vollziehen“, erklärte Sandmann. „Dann können wir arbeiten, die Genossenschaft beim Amtsgericht eintragen lassen, dem Genossenschaftsverband beitreten, Verträge machen und so weiter.“

Für die Bildung des Startkapitals haben die Verantwortlichen als Frist den 30. September gesetzt. Allen, die bereits ihren Anteil von 250 Euro gezeichnet haben, versprach Hugo Sandmann im Fall, dass die angestrebte Summe nicht zusammenkommen sollte: „Jeder bekommt dann sein Geld bis Ende Oktober auf Heller und Pfennig zurück.“

So weit soll es aber nicht kommen, zeigten sich die Gründungsmitglieder am Montag entschlossen. Nachdem sie einstimmig für die Gründung der Bürgergenossenschaft gestimmt und die Satzung unterschrieben hatten, ging das Treffen, zu dem der Verein „Schapdettener für Schapdetten “ eingeladen hatte, offiziell in die Gründungsversammlung über. Zunächst wurde der Aufsichtsrat (im Block) gewählt. Ihm gehören Dr. Michael Schwarzenau, Dr. Martin Geu­king, Herbert Storp, Friedhelm Reimann und Walburga Niemann an. Hier gab es neben 19 Ja-Stimmen sowie den Enthaltungen der fünf Kandidaten eine Gegenstimme.

Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung, in der sich der Aufsichtsrat konstituierte, teilte dessen Vorsitzender Michael Schwar­zenau (sein Stellvertreter ist Martin Geuking) mit, dass man Ariane Richert, Willi Voss und Hugo Sandmann in den Vorstand bestellt habe, als viertes Mitglied soll Hildegard Hansen dazukommen. Sie konnte am Montag nicht teilnehmen, hatte aber im Vorfeld ihre Bereitschaft erklärt, mitzutun.

„Mittun“ war auch das Stichwort für Hugo Sandmann. „Es wird wahnsinnig viel Arbeit auf den Vorstand zukommen, wir sind für jede Hilfe dankbar.“ Dafür brauche man kein Amt anzunehmen, auch in beratender Funktion könne man tätig werden.

„Liebe Genossinnen und Genossen“, übte sich Aufsichtsratsvorsitzender Michael Schwarzenau in der noch ungewohnten Anrede. „Jetzt kommt es darauf an, dass wir am Donnerstag die Schapdettener überzeugen, Mitglieder zu werden. Und dass sie dann alle im Monat für mindestens 100 Euro bei uns einkaufen. Dann wird unser Dorfladen laufen.“

Am Donnerstag (5. September) um 19.30 Uhr wird im Hotel „Zur alten Post“ die ganze Bevölkerung über die neue Bürgergenossenschaft „Dettener Dorfladen“ informiert. Die 25 Gründungsmitglieder hoffen, dass die Schapdettener ihrem Beispiel folgen und beitreten.

»Jetzt kommt es darauf an, dass wir am Donnerstag die Schapdettener überzeugen, Mitglieder zu werden.«

Dr. Michael Schwarzenau
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