Dorfladen Schapdetten:
Angepeiltes Ziel: Öffnen für das „Weihnachtsgeschäft“

Schapdetten -

Vorstandsmitglied Hugo Sandmann stellte das Konzept des Dorfladens vor: Das Ladenlokal an der Roxeler Straße hat eine Geschäftsfläche von 150 Quadratmetern, geöffnet sein soll der Dorfladen montags bis freitags von 6.30 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 18.30 Uhr, samstags von 6.30 bis 12.30 Uhr und sonntags von 8 bis 11 Uhr. Im Sortiment sollen Brot und Backwaren, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren sowie ein Trockensortiment (Zucker, Mehl etc.) und Artikel des täglichen Bedarfs (Waschpulver, Zahncreme etc.) sein. Im Laden soll außerdem eine Sitzecke mit Café geschaffen werden.

Samstag, 07.09.2013, 15:09 Uhr

„Wir haben mehrere Interessenten für bezahlte Arbeit, auch eine Fachkraft, die die Geschäftsführung übernehmen würde, mit der Markant-Gruppe einen Lieferanten und Unterstützer mit Erfahrung.“ Gebraucht werde ein Startkapital von 80 000 Euro für die Renovierung („Und da müssen wir zusätzlich noch derbe in die Hände spucken“), die Einrichtung, die ersten Waren und eine Liquiditätsreserve. „Wahrscheinlich müssen wir auch noch einen Kredit aufnehmen.“ Das Geld kommt zusammen, wenn 320 Genossenschaftsanteile à 250 Euro gezeichnet werden.

Als jährliche Betriebskosten für eine Vollzeitstelle und acht Teilzeitkräfte, Energie, Miete, Versicherung, Zinsen etc. rechnen die Organisatoren 117 200 Euro. Um eine „schwarze Null“ zu schreiben, muss ein Jahresumsatz von ca. 600 000 Euro erzielt werden. „Wenn jeder unserer 500 Schapdettener Haushalte 100 Euro im Monat und damit 30 Prozent dessen, was man für den täglichen Bedarf ausgibt, im Dorfladen lässt, geht die Rechnung auf.“ Dass das weniger ist, als man auf den ersten Blick meinen mag, machte Bäckermeister Bernd Fröndhoff deutlich. „Ein Drittel dieser Summe geben Sie heute schon allein in unserer Bäckerei hier aus.“

Ehrenamtliche Hilfe werde immer gebraucht, Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft arbeiten ebenfalls ehrenamtlich. „Das ist uns Schapdetten wert“, erklärte Sandmann unter großem Beifall. Das Wichtigste sei, dass die Bürger auch kontinuierlich im Dorfladen einkaufen. Ein kostenloser Lieferservice wird angeboten, der Verein „Schapdettener für Schapdetten“ macht dieses Angebot schon länger (Fahr- und Einkaufsdienst) und werde dieses beibehalten, versprach Sandmann.

Bis zum 30. September können Anteile gezeichnet werden. Dann macht die Genossenschaft Kassensturz. Eine Zwischenbilanz soll am 23. September gezogen werden, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Schwarzenau: „Kommt das Geld bis dahin zusammen, machen wir eine Flasche Sekt auf, sind wir knapp drunter, sprechen wir Mitglieder an, weitere Anteile zu zeichnen. Und sind wir deutlich drunter, werden wir noch mal trommeln.“ „Haben wir die 80 000 Euro am 30. September nicht zusammen, ist das Projekt gestorben“, stellte Hugo Sandmann fest. Dann werde das bereits eingezahlte Geld bis Ende Oktober zurückgezahlt.

Angepeilt sei, „dass wir zu Weihnachten unsere Einkäufe schon im Dorfladen machen können.“

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