Platanen an der K18
Erhalt der 60 Bäume ist das Ziel

Nottuln -

Baumfreund Günther Ring und Vertreter des Kreises Coesfeld haben sich am Freitag getroffen und über die Zukunft der 60 Platanen an der Dülmener Straße (K 18) gesprochen. Eine endgültige Entscheidung gibt es noch nicht. Einig war man sich darüber, dass die Bäume erhalten bleiben sollen – wo auch immer.

Freitag, 04.10.2013, 17:10 Uhr

Baumfreund Günther Ring und Vertreter des Kreises Coesfeld haben sich am Freitagmorgen getroffen und über die Zukunft der 60 Platanen an der Dülmener Straße (K 18) gesprochen. Eine endgültige Entscheidung gibt es noch nicht, hieß es von beiden Seiten. „Wir suchen gemeinsam nach einer Lösung, die den Erhalt der Bäume zum Ziel hat – wo auch immer“, kommentierte Christoph Hüsing , Pressesprecher des Kreises, den Sachstand.

Es war ein sehr ausführliches Gespräch, das der Roruper mit Hermann Grömping, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde, und mit Klaus Dammers, Abteilungsleiter Straßenbau, führte. Günther Ring ist einerseits erleichtert: „Beide haben großes Verständnis für mein Anliegen gezeigt und gesehen, dass da sehr viel Idealismus drinsteckt.“ Ein Abholzen der Bäume sei nicht das vorrangige Ziel des Kreises. Andererseits: „Die Behördenvertreter haben auch ganz deutlich erklärt, dass die Platanen an dieser Stelle nicht stehen bleiben können. Der Abstand zur Straße ist einfach zu gering.“

Günther Ring hat die Möglichkeit einer Leitplanke zwischen Fahrbahn und Baumreihe ins Gespräch gebracht. Würde sie aufgestellt, könnten die Bäume stehen bleiben, erzählt der Roruper. Allerdings: Die Kosten liegen bei rund 30 Euro je laufendem Meter. Insgesamt müsste die Leitplanke auf einer Länge von 500 Metern errichtet werden. „Die Kosten von 15 000 Euro kann ich privat nicht aufbringen“, betont Ring. Auch der Kreis Coesfeld habe dafür kein Geld.

Bleibt als Alternative die Suche nach einem neuen Standort. Weil die Platanen aus Sicht des Kreises als Straßenbegleitbäume ungeeignet sind, komme nur eine Fläche weit abseits einer Straße in Betracht, schildert Ring. Der Kreis selbst verfüge über keine geeignete Fläche, sei ihm gesagt worden. In der Überlegung ist eine Fläche, die sich im Privatbesitz befindet. Hier müsse man aber zuerst mit dem Eigentümer sprechen.

Günther Ring hat sein Angebot erneuert, nach besten Kräften zu helfen, damit der öffentlichen Hand bei einer eventuellen Umpflanzung keine oder nur geringe Kosten entstehen. Auch hat der Roruper noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass zumindest die Bäume direkt am Ortseingang stehen bleiben können. Hier hat er die Platanen hinter den Seitengraben im ausreichenden Abstand zur Straße gepflanzt. „Hier soll ja ein neues Baugebiet entstehen, die Platanen wären dann eine schöne Abgrenzung zwischen Kreisstraße und Baugebiet“, erklärt Ring.

Wann mit einer Entscheidung über die Bäume zu rechnen ist, das ist offen. Weil die Grünen-Kreistagsfraktion eine Diskussion im Fachausschuss beantragt hat, wird der Kreis Coesfeld diese Debatte abwarten.

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