Platanen an der K18
Kreispolitik diskutiert über Platanen

Nottuln -

Der Kreistag wird sich am 26. November mit einem Nottulner Thema befassen: Wie soll es mit den Platanen, die der Roruper Günther Ring an der K18 gepflanzt hat, weitergehen. Die Grünen haben einen Antrag gestellt, demzufolge die Kreisverwaltung ihren Ermessensspielraum nutzen soll.

Montag, 18.11.2013, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 18.11.2013, 21:00 Uhr

Am 26. November (Dienstag) wird sich auf Antrag der Grünen der Ausschuss für Straßen- und Hochbau des Kreises Coesfeld mit der privaten Platanen-Anpflanzung an der Dülmener Straße (K 18) in Nottuln befassen. In öffentlicher Sitzung (Beginn 16 Uhr im Kreishaus I, Friedrich-Ebert-Straße 7 in Coesfeld), soll über die Baumspende des Rorupers Günther Ring diskutiert werden.

In einem Schreiben an den Ausschuss fordert der Grünen-Kreispolitiker Richard Dammann (Nottuln) die Kreisverwaltung dazu auf, ihren Ermessensspielraum für einen Erhalt der Bäume an der K 18 zu nutzen. Dammann erinnert daran, dass die Dülmener Straße inner- und außerorts im Alleenkataster des Landesamtes für Natur und Umwelt geführt wird. „An ihr stehen die meisten bestehenden Bäume im Abstand von einem Meter zum Straßenrand. Innerhalb der neu gepflanzten Bäume befinden sich Privatbäume, die nicht entfernt werden können, im gleichen Abstand wie die Neuanpflanzung.“ Auch verweist der Nottulner darauf, dass Alleen aufgrund des Landschaftsgesetzes gesetzlich geschützt sind.

Für die Schließung von Baumlücken entlang von Alleen gebe es Zuschüsse. Möglicherweise hätte es auch für die K 18 Zuschüsse gegeben, doch jetzt sei die dort vorhandene Lücke durch ehrenamtlichen Einsatz geschlossen worden. Dammann: „Die Straßen werden im Kreis Coesfeld regelmäßig vom Bauhof überwacht. Die ergänzte Allee ist über zwei Jahre nicht beanstandet worden, da sie sich in den bestehenden Baumbestand selbstverständlich einfügt.“

Kritisch beurteilt Dam­mann die „Richtlinie für passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeug-Rückhaltesysteme“, in der Abstände von Bäumen zu Straßen von 4,50 Metern und mehr genannt werden. Neuanpflanzungen gänzlich zu unterbinden, sei gewiss nicht die Intention der Richtlinie. Eine solche bindende Vorschrift ließe sich mit den einschlägigen Naturschutzgesetzen und der Entwicklung der Kulturlandschaft nicht vereinbaren, ist Richard Dammann überzeugt.

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