Volkstrauertag in der Gemeinde Nottuln
„Wir müssen wachsam bleiben“

Nottuln -

Kein Regisseur hätte der Szenerie der Feiern zum Volkstrauertag mehr Ausdruck verleihen können, als die Natur selbst. Denn während in Darup, Appelhülsen, Schapdetten und Nottuln die Menschen in Schweigemärschen zu den Gedenkstätten zogen, überlagerte feuchtkalter, trüber Nebel die Ortschaften.

Sonntag, 17.11.2013, 16:12 Uhr

In Nottuln hatten die Pfadfinder zur Erinnerungsstunde für die Toten der beiden Weltkriege, der immer noch anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen in vielen Krisengebieten der Welt und nicht zuletzt die Opfer der Naturkatastrophe auf den Philippinen gerufen.

Sie mahnten: „So steht auch die alljährliche Friedenslicht-Aktion der Pfadfinder unter dem Motto ‚Recht auf Frieden‘. Denn wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Opfer sinnloser Gewalt, die bei uns Schutz suchten, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandsdienst ihr Leben verloren.“

Bei der Kranzniederlegung in der Friedenskapelle der St.-Martinus-Kirche durch Männer vom Verband ehemaliger Soldaten sprach Nottulns stellvertretender Bürgermeister Heinz Rütering : „Der heutige Tag soll uns vor dem Vergessen und Verdrängen schützen. Unsere Verantwortung ist es, nie mehr zuzulassen, dass Menschsein abhängig gemacht wird von der Rasse oder Herkunft, von Überzeugung oder Glauben, von Gesundheit oder Leistungsfähigkeit, von Behinderung oder Andersartigkeit.“

Er erinnerte: „Es ist eine gefährliche Täuschung, glauben zu können, die Gräueltaten nationalsozialistischer Regime könnten sich nicht wiederholen. Denn es könnte neue Formen von Selektion und Totalitarismus geben. Deshalb müssen wir wachsam sein. Denn es gibt nach wie vor Gruppen wie Einzelpersonen, die sich an NS-Gedankengut orientieren. Zum Frieden gehört aber auch Glück. Der heutige Tag erinnert uns daran, dass Glück und Frieden nicht selbstverständlich sind.“

Die Blasmusikvereinigung umrahmte die kleine Feier mit ernster Musik. Als sie die Nationalhymne gespielt wurde, senkten sich die Fahnen der teilnehmenden Vereinsabordnungen.

Danach riefen die Pfadfinder zu einer spontanen Sammelaktion zur Unterstützung der Opfer auf den Philippinen auf. Markus Schürkötter konnte dafür 142 Euro entgegennehmen.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2043227?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F1781774%2F2130922%2F
Nachrichten-Ticker