Hale-Bopp-Big-Band
Entspannt, gemütlich und lustig

Nottuln -

Der „Swinging December“ im Nottulner Forum war ein abwechslungsreicher Abend mit guter Musik und guten Texten in gemütlicher Atmosphäre. Man darf sich jetzt schon auf das nächste Mal freuen.

Sonntag, 15.12.2013, 18:12 Uhr

„Tun Sie nichts, bevor Sie uns gehört haben – und dann applaudieren Sie kräftig.“ Der Aufforderung von Posaunist und Moderator Thomas Brieden, der den Titel des Auftaktstücks „Do nothing till you hear from me“ frei übersetzte, kamen die Zuschauer im Forum des Gymnasiums gerne nach: Viel Beifall gab es am Samstagabend beim „Swinging December“ unter der Gesamtleitung von Josef Gebker für die Hale-Bopp-Big-Band und ihre Gäste, das Duo T. Öttchen und P. Umpernickel ( Manni Kehr und Hans-Gerd Lietzke) und Vorleser Norbert Gebker.

Swinging Dezember mit der Hale-Bopp-Big-Band

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    Foto: Frank Vogel
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Die Big Band machte dem Titel des Abends alle Ehre und überzeugte mit entspannten Swing-Standards, die sich mit Latin-Stücken („Smooth“. „Oye como va“), Rockigem („Wrap it up“) und einem Funktitel („Honk“) abwechselten. Auch der zum Inbegriff des modalen Jazz gewordene Miles-Davis-Klassiker „So what“ stand auf dem schön zusammengestellten Programm.

Mit einer E-Blockflöte gab Hiltrud Erning dem Dauerbrenner „Autumn Leaves“ ein neues Gesicht. Und das funktionierte toll – eine echte Entdeckung. Sehr schön auch Duke Ellingtons „ Isfahan “, das Christiane Hohage-Henning am Alt-Saxofon als Solistin gemeinsam mit der Band gestaltete. Zum Abschluss des Programms griff Manni Kehr zum Gesangsmikrofon und präsentierte den Klassiker „Blue Moon“ mit einem plattdeutschen Text, den Hiltrud Erning geschrieben hatte.

Zuvor hatten Kehr (Mandoline, Mandola, Concertina) und sein Duo-Partner Hans-Gerd Lietzke (Gitarre) mit zweistimmig gesungenen platt- und hochdeutschen Liedern auf ganz eigene Art Werbung für das Münsterland gemacht. Ihre humorigen Moderationen standen denen von Thomas Brieden in nichts nach und sorgten genauso für Lacher wie die Stücke selbst. So berichteten die beiden zum Beispiel von der christlichen münsterschen Seefahrt und davon, dass die Seefahrer von der „Nordpol-izei“ die Erlaubnis bekamen, je einen Wal zu harpunieren. „Nur Moses nicht, der war noch nicht walberechtigt.“ Sonderapplaus gab es für ein bitterböses Anti-Atomkraftlied, bei dem den Frauen empfohlen wurde, „uns Kernkraftgegnern“ ihr Herz zu schenken, „dann bleibt ihr wenigstens gesund“.

Für die besondere Würze des Abends aber sorgte Norbert Gebker, der wieder einige Texte mitgebracht hatte, aus denen er dem gebannt lauschenden Publikum vortrug. Herrlich verdreht ein Kapitel aus Joachim Meyerhoffs „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“, in dem vom Weihnachtsfest in einer psychiatrischen Anstalt erzählt wird. In „unkontrollierter Glückseligkeit“ wurden dort erst alle Geschenke begeistert ausgepackt und dann zerstört, das besinnliche Weihnachtszimmer zum rauchenden Trümmerfeld. Und dann war da noch der begeisternde Weihnachtsgottesdienst in der Turnhalle mit Josef in Handschellen und Maria in der Zwangsjacke.

Große Klasse auch der Auszug aus dem Bestseller „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf und Gebkers Rezitation von einem Abhörskandal-Gedicht Wilfried Schmicklers – ohne Mikro rausgebellt, so wie der große Kabarettist es selber macht.

Der „Swinging December“ war ein abwechslungsreicher Abend mit guter Musik und guten Texten in gemütlicher Atmosphäre. Man darf sich jetzt schon auf das nächste Mal freuen.

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