Jahresgespräch mit Karl Schiewerling
„Es wird Zeit, dass wir in die Hufe kommen“

Nottuln -

Respekt vor den vielen Aufgaben in der neuen Legislaturperiode ist zweifellos vorhanden, Angst aber keinesfalls. Karl Schiewerling möchte gestalten.

Montag, 30.12.2013, 19:12 Uhr

Der mit 56 Prozent erneut souverän in den Bundestag gewählte Nottulner CDU-Politiker wirkte am Montag bei seiner Jahreskonferenz fast schon ein wenig ungeduldig. Schließlich sollen bis zum Sommer wichtige Koalitionsvereinbarungen wie zum Beispiel Mütterrente, Rente mit 63 oder Mindestlohn gesetzlich geregelt sein. „Es wird Zeit, dass wir in die Hufe kommen“, betont der 62-Jährige, der aber zunächst noch den 13. Januar abwarten muss: Dann tritt die CDU-/CSU-Bundestagsfraktion zusammen und wählt ihre Sprecher für die verschiedenen Arbeitsgebiete. Dass der Nottulner erneut zum arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Sprecher gewählt werden wird, gilt als äußerst wahrscheinlich. Und in dieser Funktion wird der Nottulner wieder an vorderer Stelle an Gesetzgebungsverfahren mitwirken.

Auch wenn im Koalitionsvertrag von CDU , CSU und SPD vieles beschrieben ist, bis ins letzte Detail ist aber längst nicht alles geregelt. Beispiel Mindestlohn: Ausnahmen sollen möglich sein, zum Beispiel für Saisonarbeitskräfte. Für welche Berufsgruppen genau Sonderregelungen möglich sind, müsse aber noch beraten werden. „Da wartet sicherlich noch einige Arbeit auf uns“, gibt sich Schiewerling keinen Illusionen hin.

Dass als Ministerin nicht mehr Parteifreundin Ursula von der Leyen für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zuständig ist, sondern die ehemalige SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles , sind für den Nottulner „veränderte Rahmenbedingungen“. Die neue Ministerin hat Schiewerling schon bei den Koalitionsverhandlungen näher kennengelernt. Das Klima stimmte.

Gerne erzählt der Nottulner die Anekdote, wie nach stundenlanger Sitzung das Verhandlungsgremium Hunger verspürte und zu nächtlicher Stunde bei einem Pizzadienst unzählige Pizzen bestellte. „Als das Essen da war, haben alle, auch Frau Nahles, beherzt in die Kartons gegriffen und aus der Hand gegessen“, schmunzelt Schiewerling. Eine Anekdote, die sagen soll: Ministerin Nahles ist auch nur ein Mensch.

Auch wenn ihn unter einer großen Koalition die Berliner Politik künftig wohl mehr als in der Vergangenheit fordern wird, möchte der Nottulner den Kontakt zu seinem Wahlkreis auf gar keinen Fall verlieren. Allein im Jahr 2013 legte Schiewerling für unterschiedlichste Termine und Gespräche rund 24 000 Kilometer im Wahlkreis zurück (ohne Wahlkampfveranstaltungen). Für die Menschen in Nottuln und der Region will er weiterhin Ansprechpartner sein. 

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