Erweiterungsmaßnahme an der Liebfrauenschule
Milder Winter hat nachgeholfen

Nottuln -

Bis zu den Herbstferien soll das 2,4-Millionen-Projekt, das bekanntlich später gestartet ist, weil sich Gemeinde und Bistum über die Kosten uneins waren, fertiggestellt sein. Dieses Ziel ist nach dem heutigen Stand der Dinge erreichbar, sagt Meyer. Wenn die Baufirmen so gut weiterarbeiten wie bisher, sei er optimistisch. „Wir versuchen natürlich, noch schneller fertig zu werden, aber es gibt ein paar Dinge, die kann man nicht beschleunigen“, nennt der Fachmann Trocknungsprozesse als Beispiel.

Sonntag, 02.02.2014, 22:02 Uhr

Manch einer hätte sich sicher über weiße Weihnachten oder knackige Tage schon im Dezember gefreut – aber daraus ist bekanntlich nichts geworden. „Das hat uns in die Karten gespielt“, sagt Benedikt Meyer . Der Architekt betreut als Mitarbeiter des Bistums Münster die Erweiterungsmaßnahme an der Liebfrauenschule . „Dank des milden Winters liegen wir voll im Zeitplan. Die Fenster sind eingebaut, das Dach ist drauf, und alles ist abgedichtet, sodass wir jetzt in Ruhe den Innenausbau machen können.“ Zurzeit wird die Rohinstallation vorgenommen, Trockenbau und das Verputzen sind die nächsten Schritte.

Klar, dass Schulleiter Ulrich Suttrup sich freuen würde, wenn Kinder und Lehrer möglichst schnell einziehen können. Ansonsten zeigt er sich aber sehr zufrieden. „Ich bin überrascht, wie reibungslos die Baumaßnahme läuft.“ Natürlich gebe es gewisse Einschränkungen, so sei zum Beispiel die Schulhoffläche verkleinert und stünden die Parkplätze auf dem Gelände nicht zur Verfügung. „Aber alle tragen das mit Fassung.“ Auch die Tatsache, dass es zurzeit keine überdachten Fahrradständer gebe und in Zukunft keine mehr geben wird. „Wir haben uns schon daran gewöhnt.“ Keine Probleme gebe es mit dem Zugang zum Schulgelände, der aufgrund der Baustellenzufahrt schmaler geworden ist. „Wir haben den Weg aus Sicherheitsgründen eigens beleuchtet und sprechen hier schon von unserer ‚Avenue‘“, schmunzelt Suttrup.

Auf insgesamt rund 600 Quadratmetern Nutzfläche werden in dem mit dem Altbau verbundenen Erweiterungsbau sechs Klassenräume geschaffen. Zwischen jeweils zweien liegt ein kleinerer Gruppenraum, den sich die zwei Klassen später teilen können.

Als „Schmuckstück“ des Erweiterungstraktes bezeichnet Ulrich Suttrup den großen Raum für die Übermittagbetreuung: „Den werden viele auch vormittags nutzen wollen.“ Dieser Raum habe bodentiefe Fenster und eine Terrassentür zum Schulhof hin, sodass hier Außenangebote leicht umzusetzen seien, erklärt Benedikt Meyer. Hinzu kommen zwei weitere Räume für die Übermittagbetreuung (Büro und Nebenraum) sowie Sanitäranlagen.

„Die Räume werden eine so gute Akustik haben, dass auch Kinder mit Hörschwierigkeiten zurechtkommen“, freut sich Suttrup. Und dank eines Fahrstuhls, der im Sommer im Altgebäude eingebaut wird und über den man vom Keller bis zum zweiten Obergeschoss alle (versetzten) Ebenen der Gebäude erreichen kann, wird auch für Kinder mit einer Gehbehinderung Barrierefreiheit geschaffen.

Verklinkert wird das Gebäude wie die anderen Teile der Schule mit einem Hagemeister-Klinker. Die gleichartige Fassadengestaltung, aber vor allem die auf einander abgestimmte Bauweise der einzelnen Schulbauten, schaffen ein homogenes Bild. Kein Wunder, denn das Büro, das den Auftrag für den Erweiterungsbau bekommen hat, das Büro Klein.Riesenbeck Architekten aus Warendorf, zeichnete schon für den ersten Erweiterungsbau verantwortlich. Architektin Beate Wagner: „Das ganze Ensemble bekommt einen richtigen Campus-Charakter.“

Ich bin überrascht, wie reibungslos die Baumaßnahme läuft.

Schulleiter Ulrich Suttrup
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