Nottulner Kunstbörse
Bemerkenswerte Vielfalt

Nottuln -

Zum letzten Mal fand die Nottulner Kunstbörse im September statt. Ihre Beliebtheit ist weiterhin ungebrochen. In Zukunft wird sie im Mai parallel zum Weinfest veranstaltet.

Dienstag, 16.09.2014, 08:09 Uhr

Zum 10. Mal gab die Nottulner Kunstbörse einen Einblick in die heimische Kunstszene. Ulli Messing und Ursula Sewing waren mit der Resonanz zufrieden.
Zum 10. Mal gab die Nottulner Kunstbörse einen Einblick in die heimische Kunstszene. Ulli Messing und Ursula Sewing waren mit der Resonanz zufrieden. Foto: Marita Strothe

„Schön, dass wir uns hier treffen“, freute sich am Samstagabend Bürgermeister Peter Amadeus Schneider bei der offiziellen Eröffnung der Nottulner Kunstbörse in der Alten Amtmannei. Unter den Gästen konnte er neben Organisator Ulli Messing zehn Künstlerinnen und Künstler willkommen heißen, die dort am Wochenende ihre Malereien, Installationen, Airbrush- und Kettensägen-Kunstwerke zeigten.

Spannend und intensiv sei die Vielfalt der unterschiedlichen Werke und Techniken, so Peter Amadeus Schneider. Die liebenswerte Tradition solle im nächsten Jahr allerdings nicht mehr im September, sondern dann im Mai zum Weinfest fortgesetzt werden, informierte er. Passend dazu stieß er an diesem Samstag bereits mit einem edlen Wein aus Nottulns französischer Partnerstadt Saint-Amand-Montrond auf gutes Gelingen und viele Besucher mit den Veranstaltern an.

Beim anschließenden Rundgang erläuterten die Künstlerinnen und Künstler dem Bürgermeister ihre Werke. So wies Thomas Ernst unter anderem auf die von ihm in die Bilder gesprühten Spiegelungen hin und verdeutlichte, dass Airbrush sehr vielfältig sein kann. Zu den neueren Werken von Luzia Zipperle gehörten neben ihren Mischtechnikbildern auch zwei Porträts, die ihre Eltern zeigen.

Zu Zipperles Bildern gesellten sich im Kaminzimmer die hölzernen Innen- und Außenskulpturen von Kettensägen-Künstler Peter Bolle, die er wiederum mit meditativen Texten von Ursula Sewing verknüpft hatte.

In der ersten Etage der Alten Amtmannei konnten Kunstliebhaber die unterschiedlichen Arbeiten von fünf Malerinnen auf sich wirken lassen. Erstmals dabei waren darunter die aus Mecklenburg-Vorpommern stammende Dülmenerin Jana Schmidt, die mit ihren Bildern dem Betrachter ihre Liebe zu Wasser und Meer vermittelt.

Nach drei Jahren wieder dabei war Cornelia Klein. Drei Jahre habe sie wegen Krankheit pausiert, erinnerte die Nottulnerin. „Als es mit besser ging, sind neue Bilder entstanden, die zeigen: Ich bin wieder da!“ Ebenso wie diese Werke versetzten auch die farbenfrohen Ölbilder von Silke Gerkrath, die zum ersten Mal bei der Kunstbörse mitmachte, in positive Stimmung.

Nicht nur erfreuen, sondern mit einigen ihrer Bilder auch zum Nachdenken anregen will Maria de la Paz Ruiz Blanco. So erläuterte sie den Besuchern, welche Botschaft die Bildergruppe „Die Kraft“ vermitteln solle. „Was machen die Menschen mit dem Meer, was machen sie mit dem Wind?“, fragte sie etwa zu den letzten beiden. Nach meditativen Texten von Ursula Sewing waren alle Werke entstanden, die Marion Albrecht zu dieser Kunstbörse mitgebracht hatte. „Man muss genau hinsehen“, ermunterte sie.

Johannes Eckermann, der zehnte Künstler in der Reihe der Aussteller, präsentierte seine dreidimensionalen Werke im Foyer der Aschebergschen Kurie. „Man kann es auch ertasten“, demons­trierte er.

Spannend ging es für die Besucher auch am Sonntag zu. Da bot ihnen Ulli Messing an, beim Zinngießen aktiv mitzumachen. Außerdem konnten sie Luzia Zipperle beim Entstehen ihrer Pastellmalerei über die Schulter gucken. Die jüngsten Gäste wiederum konnten sich von Monika van der Linde ihr Gesicht mit Schminke zu einem Kunstwerk machen lassen.

Zum guten Schluss, waren dann auch die Veranstalter sehr zufrieden: „Erfreulich viele interessierte Besucher.“

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