Gäste am Gymnasium Nottuln
Das andere Brasilien

Nottuln -

Pater Wellington Reis und acht junge, pastorale Mitarbeiter aus Campo Formosa/Bahia informierten über die bedrückende Lebenswirklichkeit vieler Brasilianer.

Mittwoch, 24.09.2014, 08:09 Uhr

Szene aus dem brasilianischen Leben: Die Mutter, die selbst nicht die Chance hatte, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen, tut alles, um ihrem Kind Bildung zu ermöglichen.
Szene aus dem brasilianischen Leben: Die Mutter, die selbst nicht die Chance hatte, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen, tut alles, um ihrem Kind Bildung zu ermöglichen. Foto: Marita Strothe

„Willkommen im Land der Fußballweltmeisterschaft “, hieß am Dienstagmorgen die Gruppe aus Campo Formosa/Bahia aus dem Nordosten Brasiliens die Schüler im Forum des Gymnasiums Nottuln willkommen. Allerdings trugen Pater Wellington Reis und seine acht jungen, pastoralen Mitarbeiter unter ihren Fußballtrikots Shirts mit den Begriffen „Bildung“, „Gesundheit“, „Drogen“, „Armut“, „Gewalt“ und „Korruption“.

Die Gruppe ist auf Einladung des Aktionskreises Pater Beda zurzeit in Deutschland und besucht hier unter anderem Schulen, in denen sie den Zuschauern „Das andere Brasilien“ und „Spuren der Schöpfung“ vor Augen führen. Damit soll veranschaulicht werden, „was sie in Brasilien auf dem Herzen haben, wie sie ihr Land sehen“, erklärte der Geschäftsführer des Aktionskreises, Udo Lohoff.

Schulleiter Holger Siegler freute sich, dass Pater Beda zusammen mit der Gruppe aus Brasilien auch das Gymnasium Nottuln besuchte. Im Vorfeld des Sponsorenlaufs am 2. Oktober bekämen so die Schülerinnen und Schüler ganz authentische Eindrücke, wohin ihre Hilfe gehe, betonte er.

Ehe Pater Wellington, Ana Paula, José Augusto, Tarses, Leonardo, Lucimaria, Robson, Keila und Alisson aber die Lebenswirklichkeit der armen brasilianischen Bevölkerung thematisierten, starteten sie ihr Programm mit einer Überraschung für Pater Beda selbst. Beda, der sich mittlerweile seit fast 60 Jahren in Brasilien engagiert, trägt den Geburtsnamen Linus und hatte somit am Dienstag Namenstag. Da wurde die Gäste von den Schülern mit Klatschen bei ihrem Ständchen für den Pater unterstützt.

Neben den Rollenspielen hatten die Gäste auch Fotos mitgebracht und machten an vielen Beispielen die konkrete Zusammenarbeit des Aktionskreises mit den Partnern in Brasilien deutlich.

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