Neues Angebot in Schapdetten
Immer dienstags: „Wie küert Platt“

Schapdetten -

Freunde des Plattdeutschen finden im Dettener Dorfladen eine neue Heimat.

Donnerstag, 30.10.2014, 19:10 Uhr

Treffpunkt für die Bevölkerung: Die Café-Ecke im Dettener Dorfladen. Auch Antonius und Rosemarie Averkorn – hier im Gespräch mit Ladenchef Frank Rademacher – genießen die kurze Auszeit.
Treffpunkt für die Bevölkerung: Die Café-Ecke im Dettener Dorfladen. Auch Antonius und Rosemarie Averkorn – hier im Gespräch mit Ladenchef Frank Rademacher – genießen die kurze Auszeit. Foto: Dieter Klein

Der Dettener Dorfladen ist mehr als nur ein Laden, in dem sich die Bürger mit Frischeprodukten und Waren des täglichen Bedarfs eindecken. Der Dettener Dorfladen ist auch ein Kommunikations-Treffpunkt für die Bevölkerung. Dafür gibt es im Laden an der Roxeler Straße die gemütliche Café-Ecke mit Stühlen und Tischen, die passend zur Jahreszeit herbstlich dekoriert sind.

Dem Plausch bei einer Tasse Kaffee sind viele Schapdettener nicht abgeneigt. Künftig gibt es noch einen weiteren Grund für den Dorfladenbesuch. Der Heimatverein Schapdetten organisiert in Absprache mit der Bürgergenossenschaft einen regelmäßigen Plattdeutsch-Treff. Unter dem Motto „Wie küert Platt“ findet ab dem kommenden Dienstag (4. November) immer dienstags um 15 Uhr eine plattdeutsche Viertelstunde statt. „Hierzu sind alle willkommen, die die plattdeutsche Sprache lieben und sich mit anderen auf plattdeutsch austauschen möchten“, sagt Hugo Sandmann vom Vorstand der Bürgergenossenschaft. Ob Kinder oder Senioren, alle sind willkommen. Ein festes Programm gibt es nicht, wer möchte, kann aber auch plattdeutsche Texte vortragen. Heimatverein und Bürgergenossenschaft verstehen die neue plattdeutsche Viertelstunde als einen Beitrag zur Förderung und zum Erhalt der plattdeutschen Sprache. Das neue Angebot ist zunächst einmal für die Wintermonate bis Ostern gedacht, kann bei Bedarf aber auch verlängert werden.

Zur Einstimmung auf den neuen Plattdeutsch-Treff im Dorfladen hat Hugo Sandmann, der sich auf vielfältige Art und Weise für den Erhalt der plattdeutschen Sprache engagiert, folgenden plattdeutschen Text verfasst:

Usse Dettener

Dorfladen

Aoch, wat is dat Liäwen fien, küms in „Dettener Duorpladen“ rin. Augen, Muul un Niäs wäert graut, wat’t dao giw in Üöwerflaut.

Blootwuorst, Mettwuorst un Schinken doot di all engiëgen winken. Rüëk van Brötkes, frisket Braut, de Aptiet wät forts naomaol so graut.

Kiks di maol in‘n Laden üm, meinee wat is dao aals drin. Kaps, Salaot, Kiwi, Appel, Bananen, för Katt‘ un Rüe auk wat to tanen.

Seepe för Hanne, Haore un Tiän, Salwe tot Gesicht insmiärn, Pulwer för de Waskmaschien, Papier för’t Gatt mot auk manks sien.

Flesk för meddags up’n Disk, wel’t nich mag, för dän giw‘t Fisk. Eier, Miälk, Buoter, Kwak un Smant, Gemöös in Glase, vull bis an’n Rand.

Piärper, Saolt, Sucker, Krinten, Miäl, ’nen Klaoren, guët för Liew un Siäl, Wien un Beer so läcker: Prost!

Bruune Bainkes fins för‘n Köpken Trost. Bruuks nich föern Kilometer wiet, dien Geld, dat wäs auk hier noog kwiet.

In Koffi-Eck wäs ‘t Nieste gewaar. in „Duorpladen“ inkaupen is wunnerbar!

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