Kunst + Kultur Nottuln
Von Berlin nach Münster in 77 Minuten

Nottuln -

Dokumentarischen Charakter hat der Film „Mitfahrgelegenheit Berlin – Münster“.

Dienstag, 31.03.2015, 08:03 Uhr

Filmvorführung (v.l.): Kunst+Kultur-Vorsitzender Heiner Block, Musiker Günther Leifeld-Strikkeling, Filmemacherin Susanna Wüstneck und Arno Janz vom Hotel Marienhof bei der Baumberge-Premiere des Films „Mitfahrgelegenheit Berlin-Münster“.
Filmvorführung (v.l.): Kunst+Kultur-Vorsitzender Heiner Block, Musiker Günther Leifeld-Strikkeling, Filmemacherin Susanna Wüstneck und Arno Janz vom Hotel Marienhof bei der Baumberge-Premiere des Films „Mitfahrgelegenheit Berlin-Münster“. Foto: Dieter Klein

Fantasievoll, kreativ, warmherzig – alle diese Attribute treffen auf den dokumentarischen Film „ Mitfahrgelegenheit Berlin-Münster“ der Filmemacherin Susanna Wüstneck zu. Auf Einladung des Vereins „Kunst + Kultur“ Nottuln zeigte die Künstlerin ihren Film am Sonntag in der Kapelle des Hotels Marienhof Baumberge. Die Filmmusik lieferte das Quartett Susanna Wüstneck, Markus Spielbrink , Günther Leifeld-Strikkeling und Peter Päßler.

Die ursprünglich in Berlin beheimatete Künstlerin hatte irgendwann die Liebe zu dem Nottulner Musiker Günther Leifeld-Strikkeling entdeckt. Folglich pendelte sie lange Jahre immer wieder zwischen Berlin und den Baumbergen hin und her. Das bedeutete auch, dass sie sechs bis sieben Stunden langweiliger Fahrt auf der Autobahn verbrachte.

Um die Fahrzeit angenehmer zu machen, lud sie per Facebook Mitfahrer ein. Und die meldeten sich: Studenten, Schauspieler, Lebenskünstler. Menschen aus Brasilien, Sri Lanka, Ghana, Australien, Russland, Indien und nicht zuletzt auch aus dem Münsterland. Mit deren Einverständnis zeichnete Susanna Wüstneck diese Fahrten auf; drehte während der Fahrt Filmsequenzen über ihre Beifahrer, dokumentierte Weltanschauungen, Gedanken zur Zeit, Einstellung zu Lebens- und Schicksalsfragen. Mal fröhlich, mal traurig, wie halt das Leben so ist. Das macht den Film lebendig und liebenswert. Denn der Filmbetrachter hat ständig den Eindruck, mit im Auto zu sitzen, und lernt die Leute kennen.

Zwei, drei Stunden Filmmaterial entstanden so pro Fahrt. Viel Arbeit war danach die Sichtung der Szenen und das Zusammenschneiden. Am Ende wurden es 77 Minuten „Mitfahrgelegenheit Berlin-Münster“. Was geblieben ist, hat Charme.

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