Straßenbeleuchtung
Anbieterwechsel spart Kosten

Nottuln -

Wie man bei der Betreuung der Straßenbeleuchtung sparen kann, das hat die Gemeinde Nottuln jetzt entdeckt. Sie wechselte den Anbieter.

Dienstag, 14.04.2015, 21:04 Uhr

Die schönen Leuchten im Ortskern, aber auch die übrigen 2300 Straßenlaternen im Gemeindegebiet werden seit einem halben Jahr von einem neuen Unternehmen betreut. Die Gemeinde spart damit viel Geld.
Die schönen Leuchten im Ortskern, aber auch die übrigen 2300 Straßenlaternen im Gemeindegebiet werden seit einem halben Jahr von einem neuen Unternehmen betreut. Die Gemeinde spart damit viel Geld. Foto: Frank Vogel

Wenn es ums Sparen geht, ist es wichtig, dass einem zur rechten Zeit ein Licht aufgeht. In der Gemeinde Nottuln ist das im vergangenen Jahr geschehen, da hat man die Betreuung der insgesamt 2300 Straßenlaternen im Gemeindegebiet neu ausgeschrieben. Und das europaweit. Das wirtschaftlichste Angebot machte das Unternehmen Swarco, ein europaweit tätiger Konzern, der auf Straßenbeleuchtung und Verkehrstechnik spezialisiert ist. Er löste zum 1. September die RWE ab, die bis dahin für Wartung, Reparatur und Instandhaltung der Straßenbeleuchtung in Nottuln zuständig war. Die Gemeinde spart dank des neuen Anbieters jetzt jedes Jahr bis Ende 2020 rund 90 000 Euro, wie Kämmerer Klaus Fallberg auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte.

„Unser alter Vertrag mit der RWE hätte uns für den Zeitraum von sechs Jahren 1,622 Millionen Euro gekostet, mit der Swarco werden wir jetzt 1,092 Millionen Euro Kosten haben. Das ist eine Ersparnis von rund 530 000 Euro“, rechnet Fallberg vor. „Das ist ein schöner Batzen, den wir für die Reduzierung unseres Defizits gut gebrauchen können.“

Der Auftrag für die Betreuung der Straßenbeleuchtung war gekoppelt an den Stromkonzessionsvertrag, den die Gemeinde mit der RWE geschlossen hatte. Dieser Vertrag lief seit 1994 über einen Zeitraum von 20 Jahren. Als der Stromkonzessionsvertrag im vergangenen Jahr nun auslief und mit ihm auch der Straßenbeleuchtungsvertrag, hat die Gemeinde Letzteren neu ausgeschrieben, und zwar für den Zeitraum bis 2020.

Auch die RWE habe sich mit einem guten Angebot an der Ausschreibung beteiligt, berichtet Fallberg. Mit dem der Swarco habe das Unternehmen dann aber doch nicht mithalten können. Der Mitbewerber sei „deutlich günstiger“ gewesen. „Wir sind mit der Arbeit der RWE in den vergangenen Jahren aber immer gut zufrieden gewesen“, betont er. Den Strom liefert die RWE auch weiterhin nach Nottuln, der Stromkonzessionsvertrag ist wieder mit dem Unternehmen abgeschlossen worden.

Und der neue „Straßenbeleuchtungsbetreuer“? „Die Swarco ist ein renommiertes Unternehmen, das mit vielen Kommunen Verträge geschlossen hat“, weiß Klaus Fallberg. „Und nach einem halben Jahr können wir sagen, dass wir mit der Arbeit gut zufrieden sind.“

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