Katholische Kirchengemeinde St. Martin
„Ein Stück vom Himmel“

Nottuln -

Am Sonntag (26. April) führt die Kirchengemeinde ihre zweite Pfarrwallfahrt durch. Und zumindest gedanklich ist Herbert Grönemeyer Teil dieser Wallfahrt.

Dienstag, 21.04.2015, 08:04 Uhr

Das Vorbereitungsteam der Pfarrwallfahrt (v.l.): Gudrun Gellenbeck, Resi Schlüppmann, Pfarrdechant Norbert Caßens und Doris Lenfers. Es fehlen Claudia Bause und Martina Zbick.
Das Vorbereitungsteam der Pfarrwallfahrt (v.l.): Gudrun Gellenbeck, Resi Schlüppmann, Pfarrdechant Norbert Caßens und Doris Lenfers. Es fehlen Claudia Bause und Martina Zbick. Foto: Ludger Warnke

Danke, Herbert Grönemeyer . Der Barde hat mit seinem Lied „Ein Stück vom Himmel“ und dem dazugehörigen poetischen Songvideo der katholischen Kirchengemeinde St. Martin zum Motto ihrer großen Pfarrwallfahrt verholfen: „Ein Stück vom Himmel“ heißt es am Sonntag (26. April), wenn sich die Gemeindemitglieder zu Fuß, mit dem Rad, zu Ross, auf Inlinern und auch per Bus und Pkw auf den Weg nach Billerbeck machen.

Es ist die zweite Pfarrwallfahrt der fusionierten Kirchengemeinde. An der Premiere vor drei Jahren nahmen rund 800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene teil. Das Vorbereitungsteam mit Claudia Bause, Doris Lenfers, Gudrun Gellenbeck, Resi Schlüppmann, Martina Zbick und Pfarrdechant Norbert Caßens hofft auf eine ähnlich große Resonanz wie damals.

So modern der Grönemeyer-Song daherkommt, letztlich ist der „Himmel“ ein Thema, das die Menschen von Anfang an bewegt. Was ist eigentlich der Himmel? Gibt es den Himmel auf Erden? Fragen, über die sich die Wallfahrer am Sonntag austauschen können. „Wir möchten den Himmel im Hier entdecken“, weiß Pfarrdechant Caßens von der Sehnsucht der Menschen. Und er ist überzeugt: „Der Himmel ist recht nah, wir merken es oft nur nicht.“

Sowohl auf dem Hinweg nach Billerbeck – die Fußpilger legen zum Beispiel zwei Stationen zur Andacht ein – als auch insbesondere in der Pilgermesse werden diese Gedanken eine Rolle spielen. Die um 15 Uhr im Billerbecker Dom stattfindende Pilgermesse ist der spirituelle Höhepunkt der Wallfahrt. Die Teilnehmer sollten sich nicht wundern, wenn sie im Dom auf vier Liegestühle stoßen. „Wer sich dort hineinlegt, kann sich das beeindruckende Gewölbe anschauen“, sagt Caßens. Denn die gotischen Baumeister wollten mit ihren Sakralbauten „den Himmel auf die Erde holen“. Direkt nach der Pilgermesse gibt der Nottulner Kirchenchor ein kleines Konzert. Um 17 Uhr lädt Kantor Heiner Block zu einer Orgelführung im Dom ein.

Der organisatorische Aufwand für die Pfarrwallfahrt ist enorm. Da müssen nicht nur Genehmigungen bei Polizei und Ordnungsamt eingeholt werden, da müssen auch Zeitpläne erstellt und Aufgaben verteilt werden. Aber viele Gemeindegruppen helfen mit, wie zum Beispiel die Jugendgruppen. Sie kümmern sich am Sonntag um das leibliche Wohl der Wallfahrer. Nach der Pilgermesse werden Kaffee, Kuchen, Gegrilltes und kalte Getränke angeboten. Das Vorbereitungsteam bittet die Gemeindemitglieder, die Jugendgruppen zu unterstützen. Einerseits durch Kuchenspenden (Abgabe am Sonntag zwischen 11 und 12.30 Uhr an der Kirche), andererseits durch die rege Inanspruchnahme des Angebots. Denn der Erlös verbleibt bei den Jugendgruppen.

Willkommen zur Wallfahrt sind alle, die sich gemeinsam auf den Weg begeben möchten. Eine besondere Einladung ergeht an die Firmlinge, die sich übrigens ohne Erwachsene auf den Weg machen, und an die Erstkommunionkinder.

Dechant Caßens kann sich noch gut an die vielen Gespräche während der ersten Wallfahrt, an die vielen kleinen, gemeinsam erlebten Begebenheiten erinnern. Kirche als Gemeinschaft – bei einer Pfarrwallfahrt wird dies besonders intensiv erlebt. Wie heißt es im Lied von Herbert Grönemeyer: „Ein Stück vom Himmel, ein Platz von Gott, ein Stuhl im Orbit, wir sitzen alle in einem Boot!“

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