Gymnasium Nottuln
Schüler fragen – Lehrer müssen antworten

Nottuln -

Bei der Soirée der Abiturientia 2015 drehten die Schüler den Spieß um und stellten den Lehrern die Fragen. Was manchen Pädagogen ganz schön ins Schwitzen brachte.

Sonntag, 14.06.2015, 21:06 Uhr

Vertrackte Fragen hatten die Pädagogen zu beantworten. Englischlehrerin Rebecca Roggenkamp versucht es mit gestischer und mimischer Unterstützung,
Vertrackte Fragen hatten die Pädagogen zu beantworten. Englischlehrerin Rebecca Roggenkamp versucht es mit gestischer und mimischer Unterstützung, Foto: Dieter Klein

Bei der Soirée der Abiturientia am Gymnasium Nottuln drehten die jungen Erwachsenen den Spieß „Lehrer fragen – Schüler müssen antworten“ kurzerhand um. So waren es die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Leistungskurse, die ihren „Ausbildern“ Fragen stellten und Aufgaben zuwiesen, die diese dann vor großem Publikum im Forum des Gymnasiums lösen mussten. Was vor allem für Schüler und Publikum sehr amüsant war, die Kandidaten aber manchmal ganz schön ins Schwitzen brachte. Wie zum Beispiel bei der Allgemeinwissensfrage nach dem Namen des derzeitigen Bundestagspräsidenten, bei der die Kandidatin im Rampenlicht erst nach längerer Überlegung auf den Namen Norbert Lammert kam. Andere argumentierten – von gegoogelten Spezial-Themen in die Enge getrieben – mit raffiniert ausweichenden Gegenfragen. Schlechte Noten aber bekam niemand!

Gymnasium Nottuln: Soirée der Abiturientia

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  • Gymnasium Nottuln: Soirée der Abiturientia Foto: Dieter Klein
  • Gymnasium Nottuln: Soirée der Abiturientia Foto: Dieter Klein
  • Gymnasium Nottuln: Soirée der Abiturientia Foto: Dieter Klein
  • Gymnasium Nottuln: Soirée der Abiturientia Foto: Dieter Klein
  • Gymnasium Nottuln: Soirée der Abiturientia Foto: Dieter Klein
  • Gymnasium Nottuln: Soirée der Abiturientia Foto: Dieter Klein

Denn letztlich war auch diese Soirée getragen vom gegenseitigen Vertrauen, das sich nach jahrelanger, zumeist harmonischer Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern aufgebaut hat. Und so bot der Abend mit dem glänzend aufgelegten Moderatoren-Duo Kim Vienenkötter und Nicolas Pick beste Unterhaltung. Die Schüler fanden immer wieder den richtigen Ton während der dreistündigen Veranstaltung, bei der der Humor groß geschrieben wurde. Schließlich hatte sich die Abiturientia 2015 eine bekannte, urkomische TV-Serie zu ihrem Motto gemacht und in „How I met my abi“ abgewandelt.

Nach einer einführenden filmischen Erklärung dieser Soap mussten sie dann hintereinander auf die Bühne: Deutschlehrerin Stefanie Pröbsting, Mathe-Spezialistin Judith Blomberg, Englischlehrerin Rebecca Roggenkamp, Sozialwissenschaftler Werner Völlering , Chemielehrerin Sabine Langenberg, Bio-Fachmann Wilm Schmitz, Erziehungswissenschaftlerin Cornelia Hilgensloh und Religionslehrer Bernd Nestler. Lediglich die Grundkurs-Englischlehrerin Anke Lienenkämper fehlte in diesem Kreis der Weisen. Oder auch nicht, denn hier sprang Aaron Schul, wie zuvor schon in der Maske von Werner Völlering, so gekonnt parodierend in die Bresche, dass er dafür verdienten Sonderapplaus einheimsen konnte.

Doch trotz aller vergnüglichen Unterhaltung, trotz vieler reizender Geschenke – eines war unübersehbar: Die Zeugnisausgabe am kommenden Samstag und die damit verbundene endgültige Trennung warf schon an diesem Abend erste wehmütige Schatten voraus.

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