Projekt Wahlbüro 2015 des Stifts Tilbeck
Teilhabe am politischen Leben

Nottuln -

Die Nottulner Bürgermeisterkandidaten stellten sich den Fragen der Menschen mit Handicap.

Sonntag, 30.08.2015, 18:08 Uhr

Sie stellten sich den Fragen der Bürger mit Handicap: die Bürgermeisterkandidaten Manuela Mahnke (l.) und Dirk Mannwald mit Moderatorin Ingeborg Bispinck-Weigand.
Sie stellten sich den Fragen der Bürger mit Handicap: die Bürgermeisterkandidaten Manuela Mahnke (l.) und Dirk Mannwald mit Moderatorin Ingeborg Bispinck-Weigand. Foto: Marita Strothe

„Letzte Woche hat Bürgermeister Peter Amadeus Schneider Ihnen schon erzählt, was ein Bürgermeister zu tun hat“, erinnerte Moderatorin Ingeborg Bispinck-Weigand an den Auftakt des Projektes „ Wahlbüro 2015“. Am Donnerstagabend im Forum des Gymnasiums wurde das Projekt nun fortgesetzt. Die Projektgruppe des Stifts Tilbeck hatte die Bürgermeisterkandidaten Manuela Mahnke und Dirk Mannwald eingeladen, damit diese den Menschen mit und ohne Handicap in leichter Sprache sich und ihre Vorstellungen vom angestrebten Amt vorstellten.

„Ich finde es ganz toll, dass heute Abend so viele hierher gekommen sind“, stellte Mahnke angesichts der rund 50 Zuhörer erfreut fest. Und auch Mannwald war „gespannt, was es für Fragen gibt, „damit wir uns besser kennenlernen“.

Beide Kandidaten hatten sich im Vorfeld bereits Gedanken gemacht, was für Nottuln wichtig sein könnte. So sprach Manuela Mahnke unter anderem den nicht zufriedenstellenden öffentlichen Nahverkehr und die anzustrebende Barrierefreiheit des Nottulner Ortskerns an. „Da muss man mit allen, die hier wohnen, zusammen hingucken, wo man noch etwas besser machen könnte“, unterstrich sie. Dafür werde ihre Tür immer allen offen stehen.

Auch ihm sei ganz wichtig, so Dirk Mannwald anschließend, wie die Menschen in Nottuln miteinander umgehen. Die Barrierefreiheit sei da ein ganz wichtiges Thema. Außerdem sei ihm auch die Ansiedlung neuer Firmen und der Zuzug von jungen Familien nach Nottuln wichtig.

Mit ihren Ausführungen hatten die beiden Kandidaten dann auch schon einige Probleme der Anwesenden angesprochen. Mehrere Besucher erinnerten daran, dass Kopfsteinpflaster und hohe Bordsteine nicht nur für Gehbehinderte, sondern auch bei eingeschränkter Sehleistung problematisch seien. Aus den Zuhörerreihen kam auch der Hinweis auf leerstehende Geschäftslokale im Ortskern. Angedacht wurde da etwa von Sebastian Wenker, ob es nicht möglich sei, dort Gewerbe einziehen zu lassen, in dem auch Menschen mit Handicap arbeiten könnten. Projektleiter Reinhard Nieweler fragte konkret nach der Zusammenarbeit mit dem Lokalen Teilhabekreis. Beide Kandidaten sicherten, sollten sie gewählt werden, ihre volle Unterstützung zu.

Im Verlauf des Abends kam auch die aktuelle Situation der Asylsuchenden zur Sprache. Sie sei total beeindruckt, stellte die Moderatorin fest, „wie sie auf dem Laufenden sind.“ Das zeige sehr deutlich, dass Menschen mit Handicap durchaus politisch mitwirken können, unterstrich Ingeborg Bispinck-Weigand.

Abschließend bedankten sich die Bürgermeisterkandidaten sehr bei ihren Gesprächspartnern für die vielen Anregungen und Ideen. Den Dank der Veranstalter richtete Projektleiter Reinhard Nieweler an die beiden Kandidaten. Und Sebastian Wenker und Michael Gödde überreichten ihnen Gutscheine für einen angenehmen Besuch im Tilbecker Café am Turm.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3477555?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F4849134%2F4849139%2F
Nachrichten-Ticker