Baumberger Ludgerus erhält Gütesiegel
Geprüfte Qualität

Nottuln/Baumberge -

Der Deutsche Wanderverband zeichnet den Baumberger Ludgerusweg mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ aus.

Donnerstag, 03.09.2015, 20:09 Uhr

Die neuen Wegeschilder haben sich schon viele Wanderer eingeprägt. Christian Wermert (l.), Geschäftsführer der Baumberge-Touristik, und Projektleiter Josef Räkers freuen sich, dass der Baumberger Ludgerusweg nun mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet wurde.
Die neuen Wegeschilder haben sich schon viele Wanderer eingeprägt. Christian Wermert (l.), Geschäftsführer der Baumberge-Touristik, und Projektleiter Josef Räkers freuen sich, dass der Baumberger Ludgerusweg nun mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet wurde. Foto: Ludger Warnke

Gerade eröffnet, schon wird der neue Baumberger Ludgerusweg quasi in den Adelsstand erhoben: An diesem Freitag (4. September) zeichnet der Deutsche Wanderverband in Düsseldorf den Weg mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ aus. „Der Baumberger Ludgerusweg ist damit der bislang einzige Wanderweg in der Westfälischen Bucht, der dieses Gütesiegel trägt“, betont Projektleiter Diplom-Geograf Josef Räkers . „Die Baumberge spielen nun in einer Liga mit bekannten Wanderwegen wie Hermannsweg oder Altmühltal-Panoramaweg“, verdeutlicht Christian Wermert , Geschäftsführer der Baumberge-Touristik, welches Potenzial in dieser Auszeichnung steckt.

„Es ist eine Auszeichnung, auf die Wanderer großen Wert legen“, betont Josef Räkers, der als zuständiger Wegewart des Baumberge-Vereins Münster den zeitaufwendigen Prozess mit den Grundstückseigentümern und Behörden gemeinsam mit Christian Wermert koordiniert und umgesetzt hat.

Das Gütesiegel „Qualitätsweg” bedeutet unter anderem, dass maximal 20 Prozent des Weges befestigt und mehr als 35 Prozent des 30 Kilometer langen Hauptweges naturnah belassen sind. Diese Anforderungen erfüllt der Lugerusweg mit knapp 19 Prozent Asphaltwegen und über 42 Prozent naturnahen Wegen klar. Weitere 23 Kriterien wie Abwechslungsreichtum, naturnahe und kulturelle Sehenswürdigkeiten sowie Rastmöglichkeiten wurden ebenfalls streng bewertet. Den Zusatznamen „Qualitätsweg” darf der Ludgerusweg für drei Jahre tragen, danach steht die Re-Zertifizierung an.

Der Ludgerusweg führt aber nicht nur mitten durch den einzigartigen Natur- und Kulturraum der Baumberge, der Weg hat auch einen spirituellen Hintergrund. Auf den Spuren des Glaubens, gelegt vom Heiligen Ludgerus, dem ersten Bischof von Münster, wandelnd, können die Wanderer viel Historisches am Rand des Weges, der wahlweise in Tilbeck oder an der Lambertikirche am Coesfelder Marktplatz beginnt, entdecken.

Neben dem Hauptweg gibt es in jeder der fünf beteiligten Kommunen – Coesfeld, Billerbeck, Havixbeck, Nottuln und Rosendahl – auch Zugangswege, die neu ausgeschildert wurden. Zusammen mit den weiteren Wanderwegen steht nun ein Netz von rund 600 Kilometern Länge zur Verfügung.

Gut eineinhalb Jahre hat die eigentliche Umsetzung des Projektes gedauert. 50 000 Euro, finanziert im Rahmen des LEADER-Programms, wurden investiert. Projektleiter Josef Räkers macht kein Geheimnis daraus, dass viele und schwierige Gespräche mit Behörden, Verbänden und Grundstückseigentümern zu führen waren. Letztere haben aber dann doch gerne kooperiert, weil mit den neu ausgeschilderten Wegen die Wegesituation in den Baumbergen insgesamt neu geordnet und kanalisiert wurde.

Rund 10 000 Markierungszeichen wurden von ehrenamtlichen Wegewarten angebracht. Dazu gibt es 42 großformatige Informationstafeln (zum Beispiel am Kastanienplatz). Selbst ohne Karte finden sich Wanderer schnell zurecht und kommen immer wieder an den Ausgangspunkt zurück.

Christian Wermert verzeichnet schon jetzt kurz nach der Eröffnung ein steigendes Interesse. Wandern und Pilgern seien momentan in. „Mit dem Baumberger Ludgerusweg hat die Region ein echtes Pfund“, betont Wermert.

Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann, der als Sprecher der LEADER-Kommunen die Auszeichnung heute mit Josef Räkers entgegennimmt, ist ebenfalls sehr zufrieden: „Die Zertifizierung spricht für das gemeinsame Handeln aller Beteiligten in der Tourismusregion Baumberge.“  

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