Besuch in der Heimatgemeinde Nottuln
Neues Projekt: eine Grundschule

Nottuln -

Bei einem Besuch in Nottuln hat Sr. Raphaela Händler über ihr neues Projekt gesprochen. Es geht um den Aufbau einer Grundschule.

Montag, 05.10.2015, 20:10 Uhr

Besuch in der Heimatgemeinde: Rund 40 Zuhörer kamen nach dem Gottesdienst im Pfarrheim zusammen und ließen sich von Schwester Raphaela Händler über die Arbeit in Tansania informieren.
Besuch in der Heimatgemeinde: Rund 40 Zuhörer kamen nach dem Gottesdienst im Pfarrheim zusammen und ließen sich von Schwester Raphaela Händler über die Arbeit in Tansania informieren. Foto: Marita Strothe

Raphaela Händler , in Tansania tätige Missionsschwester und Ärztin aus Nottuln , hat noch viele Projekte, die sich vorstellen kann und die sie gerne realisieren möchte. Aktuell arbeitet sie am Aufbau einer neuen Grundschule , schilderte sie am Samstagabend den Zuhörern in Nottuln.

„Schön, dass so viele ins Pfarrheim gekommen sind“, begrüßte Margret Hattrup die rund 40 Besucher, die nach der Vorabendmesse die Gelegenheit nutzten, mit Sr. Raphaela Händler zu sprechen und Neues aus Tansania zu erfahren. Die gebürtige Nottulnerin gehört zu den zehn Gästen aus Tansania, die im Rahmen der missio-Aktion in den Diözesen über ihre Arbeit in Gemeinden, Schulen und Verbänden in diesem ostafrikanischen Land berichten werden. Zuvor besuchte sie am Wochenende bereits ihre Heimatgemeinde. Schon während der Messe mit Pfarrer Eberhard Mwageni am Samstagabend in St. Martinus schilderte Sr. Raphaela ihre Arbeit dort.

Spendenübergabe: Gudrun Daldrup, Christa Schulze Bisping und Agnes Beumer (v.l.) überreichten stellvertretend für die kfd eine Spende von 350 Euro an Sr. Raphaela Händler.

Spendenübergabe: Gudrun Daldrup, Christa Schulze Bisping und Agnes Beumer (v.l.) überreichten stellvertretend für die kfd eine Spende von 350 Euro an Sr. Raphaela Händler. Foto: Marita Strothe

Im Pfarrheim wurde sie zunächst von drei Vertreterinnen der kfd Nottuln überrascht, die ihr 350 Euro als Spende für ihre Projekte in Ndanda überreichten. Seit Jahren überweisen die kfd-Frauen einen Teil des Erlöses ihrer Kinderkleidermärkte an die Missions-Benediktinerin nach Tansania und freuten sich deshalb jetzt ganz besonders, ihr das Geld erstmals persönlich überreichen zu können.

Mit einem Kurzfilm von missio stimmte Raphaela Händler die Besucher auf „Tansania – jenseits von Safari und Tropenparadies“ ein. „Es hat sich sehr viel verbessert in den letzten Jahren“, erzählte sie. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen sei auf 61 Jahre gestiegen. Aber nur fünf Prozent der Bevölkerung sei über 60.

Besorgniserregend: „Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer“, unterstrich die Ordensschwester. 67 Prozent der Bevölkerung lebten immer noch unterhalb der Armutsgrenze. Auch heute sei Aids nach wie vor die häufigste Todesursache, schilderte die Ärztin, obwohl die Infektionsrate zum Glück rückläufig sei.

Aktuell plant Sr. Raphaela eine Grundschule mit Englisch als Unterrichtssprache, um vielen Kindern eine gute Basis für die Weiterbildung in ihrem Leben zu geben. Sie schilderte die Arbeit in der bereits gut laufenden Sekundarschule und Highschool. Zwar müssten die Schüler Schulgeld entrichten, um die Projekte, die unter anderem auch Mittagessen anbieten müssen, finanzieren zu können, doch würden auch durch den „Anna Fond“ und andere Quellen zurzeit etwa zehn Prozent der Schüler mit Stipendien unterstützt.

„Privatschulen sind gerne gesehen“, betonte Sr. Raphaela Händler, „werden finanziell aber weder vom Staat noch von der Kirche unterstützt.“ Deshalb warb sie auch in Nottuln für weitere Spenden.

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