Chorus Cantemus
Überzeugend auf hohem Niveau

Nottuln -

Der Chorus Cantemus hat einmal mehr seine Qualität unter Beweis gestellt. In der Pfarrkirche St. Martinus verzauberte das Ensemble unter Leitung von Thomas Drees sein Publikum.

Montag, 01.02.2016, 20:02 Uhr

Unter der Leitung von Kantor Thomas Drees bewies der Chorus Cantemus mit einem breit gefächerten Programm seine hervorragende Gesangstechnik und Stilsicherheit.
Unter der Leitung von Kantor Thomas Drees bewies der Chorus Cantemus mit einem breit gefächerten Programm seine hervorragende Gesangstechnik und Stilsicherheit. Foto: Axel Engels

Sehr viele Liebhaber feinsten Chorgesangs waren am Sonntag zum „Konzert zum Neuen Jahr“ des Chorus Cantemus in die St.-Martinus-Kirche gekommen. Unter der versierten Leitung von Kantor Thomas Drees hatte der Kammerchor aus Appelhülsen ein facettenreiches Programm einstudiert, das dem Chor die Gelegenheit gab zu zeigen, dass die Sängerinnen und Sänger nicht nur auf sehr hohem gesangstechnischem Niveau zu überzeugen wissen, sondern auch über eine sehr große Stilsicherheit verfügen.

Den einleitenden „Psalm 150“ für drei Solisten, vierstimmigen Chor und Orgel von John Rutter sang der Chor von der Orgelempore aus, sodass sich die Stimmen wunderbar im gesamten Kirchenraum entfalten konnten und perfekt mit der fein von Manfred Schwendner registrierten Orgel mischten.

Ein Höhepunkt des Konzertes war sicherlich die folgende „Missa Solemnis“ für vierstimmigen Chor und zwei Orgeln von Louis Vierne. Thomas Drees dirigierte dabei die Einsätze sehr deutlich, sodass der Dialog mit Manfred Schwendner an der großen Orgel und Hildegard Hagemann an der kleineren Chororgel bestens funktionierte und einen klangfarbenreichen instrumentalen Grund für den Chor bot.

Mit klarer Trennung der einzelnen Stimmgruppen und feiner Intonation zeigte der Chor eine bis ins kleinste Detail stimmige Interpretation dieses gefühlvollen Werkes. Hier konnte sich der Chor ganz auf die starke in Musik gefasste Glaubensaussage jenseits des reinen Notentextes konzentrieren, und schenkte so dem begeisterten Publikum ein inspirierendes Musikerlebnis.

Rein instrumental ging es dann mit dem „Andante pastorale“ für Klarinette und Orgel weiter. Heike Wichmann zeigte sich als feinfühlige Musikerin, die mit ihrem warmen Timbre den Melodien auf ihrer Klarinette einen starken Ausdruck verlieh. Bei der „Fantasie in g-Moll“ für Orgel von Johann Gottfried Müthel zeigte sich Manfred Schwendner als sensibler Künstler, der die verschiedenen Teile der Fantasie mit einem klaren Gestaltungsausdruck vereinte. Seine Virtuosität setzte er dabei immer in den Dienste der differenzierten Umsetzung der Ideen des Komponisten.

Romantische Gefühle zeigten sich beim innig gesungenen „Ave Maria“ für vierstimmigen Chor und Klavier von Sergei W. Rachmaninow, hier erklang die Melodie sehr ausdrucksstark über den vielschichtigen harmonischen Strukturen. Mit dem „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ für zwei vierstimmige Chöre und zwei Orgeln gelang den Ausführenden eine bewegende Interpretation. Dieses anspruchsvolle barocke Werk erhielt unter dem Dirigat von Thomas Drees einen eleganten Ausdruck, bei dem Spielfluss und Manierismen perfekt beachtet waren. Das umfangreiche Gesamtwerk von John Rutter hatte bei der Programmauswahl eine große Rolle gespielt. Bei „The Lord is my Shepherd“ für Soloinstrument, Chor und Klavier und dem innigen „Amen“ für achtstimmigen Chor präsentierte der Chorus mit einem farbenreichen Ensembleklang die Werke.

Das niveauvoll unterhaltsame Konzert bot einen Ort der inneren Ruhe und Einkehr und wird dem Publikum sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3777414?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F4849121%2F4849132%2F
Eltern zwischen Angst und Hysterie
Noch ist keinem Kind wirklich etwas passiert – dennoch sind die Eltern in den Schul- und Kita-Bezirken, in denen Jungen und Mädchen von Fremden angesprochen wurden, in großer Sorge.
Nachrichten-Ticker