Rat entscheidet mehrheitlich
Dirksfeld: Obergrenze bleibt

Nottuln/Appelhülsen -

Der Gemeinderat hat den Startschuss für das Bebauungsplanverfahren Dirksfeld gegeben. Dabei hat die Mehrheit sich für die Begrenzung des sozialen Wohnungsbaus an dieser Stelle ausgesprochen.

Mittwoch, 16.03.2016, 19:03 Uhr

Diese Fläche im Dirksfeld soll zu einem Baugebiet entwickelt werden, in dem auch sozialer Wohnungsbau umgesetzt werden soll.
Diese Fläche im Dirksfeld soll zu einem Baugebiet entwickelt werden, in dem auch sozialer Wohnungsbau umgesetzt werden soll. Foto: Frank Vogel

Das umstrittene Wohnbauprojekt Dirksfeld in Appelhülsen geht an den Start. Der Gemeinderat fasste am Dienstag den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, um sozialen Wohnungsbau unter anderem für Flüchtlinge am Dirksfeld zu ermöglichen. Allerdings mit einer Größenbeschränkung: Der soziale Wohnungsbau soll für maximal 100 Personen und mit maximal 40 bis 50 Wohneinheiten realisiert werden. Dafür gab es eine breite Mehrheit von 27 Ja-Stimmen (vier Nein, drei Enthaltungen). Der Vorschlag der Verwaltung, ohne eine Obergrenze in das Verfahren zu starten, wurde mit 21 Nein-Stimmen abgelehnt (sechs Ja, sieben Enthaltungen).

Grünen-Ratsherr Stefan Hofacker sprach sich gegen eine Obergrenze aus. Dafür gebe es keine Notwendigkeit, das sei auch nicht zielführend für eine sinnvolle Gestaltung des Gebietes durch einen Investor.

Nicht den Interessen eines Investors, sondern den Interessen der Bürger fühlt sich CDU-Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle verpflichtet. Es gehe nicht nur darum, Wohnraum zu schaffen, sondern auch Integration zu ermöglichen. Und das gelinge in kleineren Einheiten besser.

SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Gausebeck verwies auf den SPD-Antrag, für den sozialen Wohnungsbau in der Gemeinde feste Kriterien zu entwickeln. Dem Kompromiss für das Dirksfeld könne man zustimmen.

Aufgrund einer Einlassung von Markus Lunau ( CDU ) nahm Bürgermeisterin Manuela Mahnke Stellung zu der Meinung, das Dirksfeld dürfe nur mit einer neuen Feuerwache bebaut werden. Das stimme nicht. Dafür gebe es keinen Ratsbeschluss, dafür gebe es auch keine feste Planung. Mahnke zeigte sich zuversichtlich: „Wir werden eine Lösung finden.“

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