Meypack Appelhülsen
Erfolgsgeschichte in Südkorea

Appelhülsen -

Das Unternehmen Meypack hat gute Geschäfte in Südkorea abgeschlossen. Grund: Das EU-Handelsabkommen hat die Zollschranken fallen lassen.

Samstag, 23.04.2016, 06:04 Uhr

Philipp Stevens hat sich mit um das Südkorea-Geschäft gekümmert. Nicht nur das Unternehmen Meypack, sondern auch der Mitarbeiter selbst haben davon profitiert.
Philipp Stevens hat sich mit um das Südkorea-Geschäft gekümmert. Nicht nur das Unternehmen Meypack, sondern auch der Mitarbeiter selbst haben davon profitiert. Foto: Meypack

Die Meypack Verpackungssystemtechnik GmbH profitiert vom EU-Handelsabkommen in Südkorea . Das mittelständische Unternehmen gewann dank gefallener Handelsbarrieren einen neuen Kunden. Ein wichtiges Verkaufsargument war dabei die Senkung des Preises, berichtet Meypack in einer Pressemitteilung.

Eine Maschine lässt sich in Südkorea nur verkaufen, wenn bestimmte Qualitätsansprüche erfüllt werden. Aus eigener Erfahrung weiß Philipp Stevens , Sales Assistent bei der Meypack Verpackungssystemtechnik GmbH, dass der Preis ebenfalls ein entscheidendes Verkaufsargument ist. „Bei einem Wert von mehr als 500 000 Euro pro Maschine kann die Einsparung eines fünfstelligen Betrags den Unterschied machen“, erklärt der 27-Jährige. Der Konkurrenzkampf mit anderen Anbietern, darunter auch Konzernen, sei enorm. Deshalb helfe jede Handelserleichterung, auch großen Unternehmen auf Augenhöhe zu begegnen, so Stevens.

Seit Abschluss eines Freihandelsabkommens können Verpackungsmaschinen zollfrei in Südkorea angeboten werden. „Dadurch konnten wir eine Maschine an einen Neukunden 44 000 Euro günstiger verkaufen“, berichtet der Sales Assistent. Der Neukunde, eine südkoreanische Brauerei, hätte solange mit der Bestellung gewartet, wie noch unklar war, ob der Zollsatz für die Maschine erhalten bleibt oder ob er fällt. Er ist gefallen – von acht auf null Prozent. Und das heimische Unternehmen gewann einen Neukunden.

Die Senkung des Zolltarifs ist laut Philipp Stevens enorm, vor allem vor dem Hintergrund, dass das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren Produkte im Gesamtwert von mehr als 2,4 Millionen Euro nach Südkorea exportiert hat. Dadurch konnte Meypack seine Maschinen um insgesamt 194 360 Euro günstiger anbieten.

Ihre Erfolgsgeschichte ist für die Meypack GmbH ein Beleg, wie wirkungsvoll das im Jahr 2011 in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea ist. Deutschland habe den Wert seiner Exporte in das asiatische Land um 7,6 Milliarden Euro auf 17,9 Milliarden Euro erhöht – eine Steigerung um mehr als 70 Prozent. Auch der deutsche Maschinenbau profitiere. So steigerten Hersteller der Branche den Export nach Südkorea um etwa neun Prozent – auf 3,14 Milliarden Euro.

„Meypack hat seine Position auf dem südkoreanischen Markt ausgebaut“, schreibt das heimische Unternehmen. Und davon profitieren vor allem die Mitarbeiter. Ein Beispiel ist Philipp Stevens selbst. Er ist überzeugt, dass seine Übernahme als Sales Assistent vor zwei Jahren nur möglich war, weil er als Experte die Nutzung der Vorteile von Handelsabkommen für das Unternehmen sicherstellt. „Es gibt viele Bestimmungen und Zugangsvoraussetzungen, die wir erfüllen müssen. Darum habe ich mich in der Anfangszeit stark gekümmert“, sagt er. Für den 27-Jährigen hat sich dieses Engagement offensichtlich gelohnt.

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