Gymnasium
Nottulner gaben 206 alte Handys ab

Nottuln -

Ein großer Erfolg war die Handy-Aktion der Klasse 9B des Nottulner Gymnasiums. Für das Recyclingprojekt gaben die Nottulner 206 alte Handys in der Schule ab.

Montag, 02.05.2016, 01:05 Uhr

Können sehr zufrieden sein: Jakob Kallabis, Vincent Räkers und Lukas Sydow (v.l.), die Hauptorganisatoren des Handy-Projektes.
Können sehr zufrieden sein: Jakob Kallabis, Vincent Räkers und Lukas Sydow (v.l.), die Hauptorganisatoren des Handy-Projektes. Foto: Gymnasium

„Nur mal kurz die Welt retten? – Geht ja eh nicht!“ Das war die Meinung vieler Schüler und Schülerinnen der Klasse 9B des Gymnasiums , als im Politikunterricht die Frage diskutiert wurde, ob man mit einem Projekt im Rahmen der Reihe „Globalisierung“ etwas dazu beitragen könne, globale Missstände zu lindern.

Im Unterricht hatten die Schüler sich mit den Bedingungen bei der Handyproduktion beschäftigt und dabei erfahren, dass zum Beispiel im Kongo die Menschen unter lebensgefährlichen Umständen die Rohstoffe für die Handyproduktion abbauen. Die Schüler, die zunächst nur über das Problem informieren wollten, stießen bei ihren Nachforschungen auch auf Handy-Sammelaktionen: Zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs werden die Handys dem Recycling zugeführt. Schnell waren sich die Schüler einig, selbst eine Handy-Sammelaktion durchzuführen.

Was Jakob Kallabis , Lukas Sydow und Vincent Räkers als Hauptorganisatoren des Projektes dann auf die Beine stellten, beeindruckte die ganze Schulgemeinschaft des Gymnasiums, schildert Stefanie Poggemann, die als Politiklehrerin die Projektgruppe betreut. Zielstrebig erstellten sie Informationsschreiben, verteilten sie und organisierten einen Stand, um am Elternsprechtag am vergangenen Freitag alte Handys zu sammeln. Die Aktion wurde zu einem überragenden Erfolg. Die Schüler stießen mit ihrer Aktion in der Schule, aber auch im Ort auf eine unglaublich positive Resonanz: Insgesamt 206 Handys wurden am Freitag im Gymnasium am Schülerstand abgegeben. „Es schien fast so, als habe Nottuln auf genau auf diese Aktion gewartet“, betont die Schule. „Jetzt haben wir doch etwas bewirkt“, freute sich Jakob Kallabis angesichts der vielen Handys in der Kiste, die zwei Stunden nach Beginn der Aktion schon das erste Mal geleert werden musste.

Viele Spender lobten die Aktion und waren froh, dass sie seit Jahren zu Hause gehortete Handys jetzt endlich mit gutem Gewissen abgeben konnten. Es machten sich sogar viele Bürger, die gar keine Kinder (mehr) am Gymnasium haben, aber den Aufruf in den Westfälischen Nachrichten gelesen hatten, extra die Mühe vorbeizukommen.

Schulleiter Holger Siegler war ebenfalls überrascht und nicht nur schwer beeindruckt von der großen Menge der Handys, sondern auch stolz auf die Schüler.

Unterstützt wird die Gruppe übrigens noch von Klassenkameraden, die Umfragen zum Thema machen und die alle Informationen und Ergebnisse auf einer selbst erstellten Facebook-Seite unter dem Motto „Dein Handy – mein Leben“ dokumentieren. So konnte die Klasse 9B des Gymnasiums zwar nicht mal eben schnell die Welt retten, aber doch einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Leid von Menschen zu verringern.

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Übrigens: Wer den Abgabetermin am vergangenen Freitag verpasst hat, kann noch bis zum 9. Mai im Sekretariat des Gymnasiums alte Handys abgeben. Die Handys werden gesammelt dem Recycling zugeführt.

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