Kunst und Kultur
Mit französischer Leichtigkeit

Nottuln -

Das Publikum in der Alten Amtmannei war begeistert. Das „Duo Saxtastisch“ mit Christiane Ast (Klavier) und Ulrich Petermann (Saxofon) präsentierte sich bestens aufgelegt.

Freitag, 13.05.2016, 19:05 Uhr

Das „Duo Saxtastisch“: Christiane Ast (Klavier) und Ulrich Petermann (Saxofon) wurden vom Nottulner Publikum mit begeistertem Applaus belohnt.
Das „Duo Saxtastisch“: Christiane Ast (Klavier) und Ulrich Petermann (Saxofon) wurden vom Nottulner Publikum mit begeistertem Applaus belohnt. Foto: Benedikt Voß

Die letzten Strahlen der westfälischen Sonne erwärmten am Donnerstagabend noch das Obergeschoss der Alten Amtmannei , als Ulrich Petermann „Le cabridan“ – die Hummel – auf seinem Saxofon durch den Saal fliegen ließ. „Immer“, so Petermann, „getrieben vom Wind, mal sanft und mal sehr kräftig“. Den Wind machte die ehemalige Leiterin der Nottulner Musikschule, Christiane Ast , am Klavier. Das Musikstück, geschrieben von der französischen Komponistin Paule Maurice als Pendant zum russischen „Hummelflug“ von Rimski-Korsakow, war Teil eines bunten Bouquets an Werken für Saxofon und Klavier, das die Künstler als „Duo Saxtastisch “ präsentierten.

„Unter südlicher Sonne“ lautete der Titel des Kammermusikkonzertes, organisiert vom Verein „Kunst und Kultur Nottuln “. Folgerichtig hatten die Musiker Robert Planels „Sérénade Italienne“ als ruhig-träumerischen Einstieg in den abwechslungsreichen Abend gewählt. „Vom düsteren deutschen Wald in die französische Leichtigkeit“, so Ulrich Petermann, entführte seinerzeit der Komponist Jean-Nicholas Savari seine Zuhörer mit dem Stück „Fantasie sur des motifs du Freischütz de Weber“. Und dass das auch heute noch bestens gelingt, bewies das „Duo Saxtastisch“: Dunkle Töne hüllten die Amtmannei in waldige Schatten zu Beginn des Stücks, doch nach und nach brach sich die südliche Sonne musikalisch Bahn und triumphierte schließlich in hohen, tanzenden Tönen.

Ums Tanzen ging es in den Stücken „Histoire du Tango“ und „Pequena Czardas“ von Pedro Itturalde sowie in den Werken „Farandole des jeunes filles“ und „La Bohemienne“ von Paule Maurice. Dank der gelungenen Moderation von Ulrich Petermann, der Hintergründe und Motive der einzelnen Kompositionen darstellte, war es möglich, tief einzutauchen in die Bilder und Ereignisse, die Klavier und Saxofon zum Teil virtuos intonierten. Schön war auch die Auswahl so kontrastreicher Stücke wie dem melancholisch-schwermütigen „Liebesleid“ von Fritz Kreisler und dem anschließenden lustig-verrückten Werk „Devil´s Rag“, geschrieben von Jean Matitia. Aber auch der klassische Komponist Antonio Vivaldi kam zu seinem Auftritt.

So mischten sich selbst Klassik und Moderne „unter südlicher Sonne“. Und als die westfälische Sonne untergegangen war, endete ein unterhaltsames Konzert, das mit Abwechslungsreichtum und hoher künstlerischer Qualität das Nottulner Publikum sehr gut unterhielt und mit begeistertem Applaus belohnt wurde.

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