Schülerbeförderung Liebfrauenschule
Brenzlige Situation entschärfen

Nottuln -

Die Liebfrauenschule wird künftig einen Teil ihrer Schülerbeförderung über die Burgstraße abwickeln. Dort sollen zwei neue Bushaltestellen eingerichtet werden. Teile der Kommunalpolitik sind skeptisch.

Samstag, 04.06.2016, 06:06 Uhr

Gestern Mittag an der Hagenstraße: Hier reichen die Bürgersteigflächen an der Haltestelle für die vielen Schüler nicht aus. Es kommt zum Gewusel, zu gefährlichen Situationen und zu Beeinträchtigungen der Anliegerschaft.
Gestern Mittag an der Hagenstraße: Hier reichen die Bürgersteigflächen an der Haltestelle für die vielen Schüler nicht aus. Es kommt zum Gewusel, zu gefährlichen Situationen und zu Beeinträchtigungen der Anliegerschaft. Foto: Johannes Oetz

Schulbusverkehr in der Burgstraße? Wer die Verkehrssituation dort kennt, wird mit dem Kopf schütteln. So erging es auch mehreren Mitgliedern des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, als das Thema nun auf der Tagesordnung stand. „Ich halte das für gewagt“, meinte Helmut Walter ( FDP ). „Ich halte das für sehr gefährlich“, fand auch Roswitha Roeing-Franke (CDU).

Grund für den Antrag der Liebfrauenschule , einen Teil des Schülerverkehrs über die Burgstraße abzuwickeln, ist die chaotische Situation an der Bushaltestelle Hagenstraße. Dort wird zurzeit der Großteil der Schülerbeförderung für die über 300 Fahrschüler abgewickelt. Allerdings reichen die Bürgersteigflächen an der Haltestelle für die vielen Schüler nicht aus. Es kommt zum Gewusel, zu gefährlichen Situationen und zu Beeinträchtigungen der Anlieger.

Die Elternschaft der Liebfrauenschule hat daher den Plan entwickelt, einen Teil des Schülerverkehrs über die Burgstraße abzuwickeln. Bei einem Ortstermin haben die beteiligten Behörden, aber auch die Busunternehmen dem Vorschlag zugestimmt. Damit die Schülerbusse von der Burgstraße in die Straße Kastanienplatz abbiegen können, müssen allerdings Poller versetzt und insgesamt drei Parkflächen weggenommen werden.

Schulleiter Ulrich Suttrup betonte in der Sitzung, dass die Situation in der Hagenstraße so nicht weiter zu verantworten sei. Weil man keine Lösung für alle Fahrschüler gefunden habe, habe man sich für eine Dreiteilung entschieden. Künftig sollen jeweils rund 120 Fahrschüler die Haltestellen Hagenstraße und Burgstraße nutzen, weitere rund 60 Schüler nutzen die Haltestelle Schapdettener Straße. Im WN-Gespräch sagte Suttrup, dass es in der Burgstraße um zwei bis drei Schulbusfahrten am Morgen und um zwei bis drei Schulbusfahrten zur Mittagszeit gehe.

Suttrup bat den Ausschuss um Zustimmung, „auch wenn die Burgstraße sicherlich nicht optimal ist“.

Mit 9:3 Stimmen folgte der Ausschuss dem Antrag der Schule. Die wenigsten Pro­bleme damit hatten Grüne und SPD. Beide Fraktionen hatten schon früh erklärt, das Anliegen der Schule zu unterstützen.

Umgesetzt werden soll das neue Buskonzept zum Beginn des nächsten Schuljahres. Voraussetzung dafür ist, dass die Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde der neuen Schulbuslinienführung zustimmt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4054375?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F4849121%2F4849128%2F
Motorradfahrer nach Zusammenstoß mit Traktor gestorben
Unfall: Motorradfahrer nach Zusammenstoß mit Traktor gestorben
Nachrichten-Ticker