Kommunalpolitik
Unterschriften gegen Standort Baugebiet Olympiastraße

Nottuln -

Bürger haben eine Unterschriftenaktion gestartet und wenden sich damit gegen ein Übergangswohnheim am Standort Baugebiet Olympiastraße. Der Gemeinderat will am Dienstag (14. Juni) entscheiden, ob dieser Standort genauer geprüft werden soll.

Montag, 13.06.2016, 19:06 Uhr

Um Wohnraum für Flüchtlinge schaffen zu können, möchte die Gemeinde drei potenzielle Standorte für ein Übergangswohnheim genauer unter die Lupe nehmen.
Um Wohnraum für Flüchtlinge schaffen zu können, möchte die Gemeinde drei potenzielle Standorte für ein Übergangswohnheim genauer unter die Lupe nehmen. Foto: dpa

Der Rat der Gemeinde Nottuln will in seiner Sitzung am 14. Juni (Dienstag, 19 Uhr öffentlich, Forum Gymnasium) über die Standortfrage für Übergangswohnheime für Flüchtlinge entscheiden.

Näher geprüft werden sollen die Standorte Sportzen­trum Darup (Priorität 1); Bereich am Regenrückhaltebecken im Baugebiet Olympiastraße (Priorität 2) und der Bereich „Heitbrink Appelhülsen“ (Priorität 3). Diese Standorte und diese Reihenfolge hatte die Verwaltung der Politik vorgeschlagen. Der Gemeindeentwicklungsausschuss hatte sich in seiner letzten Sitzung denkbar knapp mit 10:9 Stimmen für den Vorschlag der Verwaltung ausgesprochen.

Schon damals in der Sitzung umstritten war der potenzielle Standort im Baugebiet Olympiastraße am Regenrückhaltebecken als 2. Priorität (wir berichteten).

Nun sprechen sich auch bislang über 40 Bürger der Gemeinde in einer Unterschriftenaktion ausdrücklich gegen den Standort am Regenrückhaltebecken aus, wie die WN erfuhren. Dieser Standort sei aus integrativer Sicht für die Flüchtlinge nicht sinnvoll, heißt es von Seiten der Bürger. Stattdessen solle für die Flüchtlinge, zum Beispiel durch den Kauf von kleineren Objekten an verschiedenen Standorten, eine lebenswerte Unterbringung ohne Massenunterkünfte ermöglicht werden. Vorteil dieser Lösung sei auch, dass die Gemeinde durch die Objektkäufe sich dauerhafte Eigentumswerte schaffe. Zugleich werde eine Verschwendung von Steuergeldern durch die Nutzung überteuerter Container vermieden.

Dass es anders gehe, zeige sich in anderen Gemeinden, zum Beispiel Senden, erklären die Teilnehmer der Aktion. Nun sei die Politik gefragt, „eine vernünftige Entscheidung zu treffen“, heißt es abschließend.

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