Kommunalpolitik
„Es muss etwas passieren“

Nottuln -

Der Grundsatzbeschluss des Rates für den Neubau einer Sporthalle in Nottuln hat zu Erleichterung bei Sportlern und Schulen geführt. Die Beigeordnete Doris Block hingegen darf jetzt über die Finanzierung grübeln. Eine Kreditfinanzierung gilt momentan als sicher.

Freitag, 08.07.2016, 10:07 Uhr

Seit fast einem Jahr ist die Zweifachhalle gesperrt.  
Seit fast einem Jahr ist die Zweifachhalle gesperrt.   Foto: Ludger Warnke

Als der Gemeinderat am Mittwochabend mit breiter Mehrheit den Grundsatzbeschluss für den Neubau einer Sporthalle fasste, waren anwesende Sportvereins- und Schulvertreter erleichtert. Denn der Schul- und Vereinssport leidet unter der Situation.

Nach der schonungslosen Schadensanalyse zeichnete sich recht schnell eine Präferenz für einen Neubau ab. Vor allem auch deshalb, weil eine neue Halle eine wesentlich längere Lebensdauer haben wird.

Beigeordnete Doris Block wies darauf hin, dass Schul- und Vereinssport große Probleme haben. „Es mus etwas passieren“, sagte sie. Sie machte aber auch deutlich, dass die Gemeinde ein Projekt dieser Größe nicht aus dem laufenden Haushalt finanzieren könne. Fördermittel seien nach derzeitigem Stand nicht zu erwarten. „Wir müssen das Projekt über einen Kredit finanzieren.“ Spezielle Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau ermöglichen Kredite zu einem Zinssatz von 0,05 Prozent.

Ein großer Teil der Diskussion drehte sich um die Frage, wie schnell eine Entscheidung getroffen werden sollte. Dabei drückten CDU , FDP und auch Die Linke aufs Tempo. Nach den vorangegangen Informationen „kommt für uns nur die Variante Neubau in Betracht“, betonte beispielsweise Hartmut Rulle (CDU). Das sah auch Helmut Walter (FDP) so: „Wir sollten mit einer Entscheidung heute den Betroffenen eine Perspektive geben.“ Eine schnelle Entscheidung, so die Argumentation der Neubaubefürworter, versetze die Gemeindeverwaltung in die Lage, notwendige Vorarbeiten in der Sommerzeit zu erledigen.

Mehr Bedenkzeit, um die Informationen abzuwägen, hätten gern die Grünen, die UBG, aber auch die SPD gehabt. „Es ist noch nicht sicher, ob ein Neubau notwendig ist“, meine Stefan Hofacker von den Grünen.

Nach einer erneuten Sitzungsunterbrechung fasste der Rat mit 26 Ja-Stimmen (darunter auch die Bürgermeisterin) bei acht Nein-Stimmen den Grundsatzbeschluss für einen Hallenneubau. Auch die SPD stimmte trotz anfänglicher Bedenken zu, „weil nach den vorgetragenen Daten ein Neubau anscheinend wirtschaftlicher ist, die Risiken der vorhandenen Substanz durch einen Neubau entfallen“, erläuterte SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Gausebeck gegenüber unserer Zeitung.

Wichtig sei der SPD, dass für den Fall, dass zum Beispiel die Turnhalle in Appelhülsen geschlossen werden müsste, dann Hallenkapazitäten zur Verfügung stehen. Deshalb stehe die SPD auch zu dem Bau einer Dreifachhalle.

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