Kommunalpolitik
„Grüne Insel“ aufwerten

Nottuln -

Fraktion und Ortsverband der Grünen setzen sich ein für eine Aufwertung des Rhodeparks. Kleiner dürfe der Park nicht werden.

Mittwoch, 05.10.2016, 20:10 Uhr

So manche Zuwegung zum Rhodepark ist wenig attraktiv. Die Grünen sind überzeugt, dass der Park mit einfachen Mitteln aufgewertet werden kann.
So manche Zuwegung zum Rhodepark ist wenig attraktiv. Die Grünen sind überzeugt, dass der Park mit einfachen Mitteln aufgewertet werden kann. Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Fraktion und Ortsverband der Nottulner Grünen sind gespannt auf die Pläne, wie der Busbahnhof am Franz-Rhode-Platz nach Fertigstellung der Ortsumgehung an den Rand der Daruper Straße verlegt werden kann, ohne dass dadurch der Park leidet. „Dies war auch ein Vorschlag der Grünen, die den Rhodepark in seiner Fläche erhalten wollen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Wie berichtet, ist die beabsichtigte Erweiterung des Edeka-Marktes Auslöser für die umfangreichen Planungen im Bereich Franz-Rhode-Platz. Die bisherigen Vorschläge führten zu einer Reduzierung der Parkfläche. „Beton statt Grün“, kommentieren die Grünen die bisherigen Entwürfe.

Unabhängig davon, welche konkrete Realisierungsmöglichkeit das Planungsbüro nun für den Busbahnhof erarbeitet, muss aus Sicht der Grünen weiter über den Rhodepark nachgedacht werden. „Soll der Rhodepark so bleiben wie bisher – unsauber und verwildert?“, fragen die Grünen. Sie erwarten Vorschläge der Verwaltung, „damit der Park wieder seine Funktion als grüne Insel am Rande der Wohnbebauung und des Supermarktes erfüllen kann“.

Die Grünen präsentieren in ihrer Mitteilung dazu auch eigene Vorschläge. Bei einer Erweiterung des Supermarktes sei eine großzügige Außenbestuhlung für das Bäckerei-Café vorzusehen, denn nach dem Rückbau des Busbahnhofs sei von dort der Blick in den Rhodepark offen. Durch die Beseitigung des Walls an der Daruper Straße würde sich der Blick ins Grüne für die Bewohner auf der anderen Straßenseite öffnen.

Eine weitere Überlegung der Grünen ist: „Die Menschen im nahe gelegenen Seniorenheim finden mit dem Rhodepark ein Refugium in der Natur. Dazu würde eine schöne Gestaltung des Weges entlang des Nonnenbachs beitragen, an dem der Wildwuchs sowie die Leitplanke beseitigt werden. Wird der Park auch an der Hangseite optisch geöffnet, entsteht für das oberhalb gelegene Wohngebiet ein grüner Ruhebereich, der sich an den dortigen Spielplatz anschließt.“

Fraktion und Ortsverband der Nottulner Grünen sind sich sicher, dass mit vertretbaren Mitteln eine ansprechende Neugestaltung des Rhodeparks möglich ist. Die Gestaltung und Alternativen müssten unter Beteiligung der Anwohner diskutiert werden.

Neben all dem stellen die Grünen aber auch die grundsätzliche Frage, ob die Handelserweiterung am Franz-Rhode-Platz tatsächlich notwendig ist. Ortsverbandssprecher Klaus Kienle fragt: „Wer braucht die zehnte Sorte Spülmittel? Ist es notwendig, neu zu bauen, wenn ein Objekt wirtschaftlich abgeschrieben ist? Immer größer, immer mehr Beton?“

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