Technisches Hilfswerk Havixbeck
Menschenrettung aus dem Turm

Nottuln -

Der Turm der St.-Martinus-Kirche ist halb eingestürzt, 22 Personen einer Besuchergruppe werden vermisst: Für seine jüngste Übung hatte sich der THW-Ortsverband Havixbeck eine ganz besondere Übungssituation ausgedacht.

Donnerstag, 13.10.2016, 07:10 Uhr

20 Männer und Frauen des THW Havixbeck übten im Turm der Nottulner St.-Martinus-Kirche die Menschenrettung.
20 Männer und Frauen des THW Havixbeck übten im Turm der Nottulner St.-Martinus-Kirche die Menschenrettung. Foto: Helmut Brandes

Männer und Frauen in dunkelblauer Einsatzkleidung und mit signalroten Einsatzfahrzeugen sind den Nottulnern bestens vertraut. Schließlich ist die heimische Feuerwehr immer wieder mal im Straßenbild zu entdecken – sei es für eine Übung oder bei einem echten Einsatz. Männer und Frauen in blauer Einsatzkleidung und blauen Fahrzeugen sind dagegen eher selten in Nottuln anzutreffen. Es handelt sich um Mitglieder und Fahrzeuge der „Bundesanstalt Technisches Hilfswerkes“ ( THW ). Und am Dienstagabend wimmelte es geradezu von ihnen auf dem Stiftsplatz im Nottulner Ortskern.

THW-Übung im Turm der St.-Martinus-Kirche

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Die THW-Ortsgruppe Havixbeck führte in Nottuln eine Übung durch. „Genau wie für Feuerwehren sind für das THW realistische Übungen wichtig. Sie ergänzen die Aus- und Weiterbildung“, erklärte Zugführer Benedict Hülsken im WN-Gespräch.

Das Übungsszenario hatte es wirklich in sich: Das Havixbecker THW wurde alarmiert, weil ein Teil des Turms der Nottulner St.-Martinus-Kirche eingestürzt war. 22 Personen, die gerade an einer Kirchturmbesichtigung teilnahmen, wurden vermisst. Und erschwerend kam hinzu: Wegen des Turmeinsturzes war auch die Stromversorgung unterbrochen. Es herrschte Dunkelheit.

Aber nicht lange. Denn für solche Krisenszenarien ist das THW ausgerüstet. Unter der Leitung von Zugführer Benedikt Hülsken, der von Gruppenführer Maik Krotos-     zynski unterstützt wurde, sorgten die 20 vor Ort tätigen Männern und Frauen des THW Havixbeck schnell für eine gute Ausleuchtung des Einsatzortes. Schließlich verfügt das Havixbecker THW unter anderem über ein 50-KvA-Notstromaggregat inklusive eines sieben Meter hohen Lichtmastes.

Insgesamt vier gut ausgerüstete Erkundungstrupps suchten den Turm ab. Sie standen dabei im direkten Funkkontakt mit der Einsatzleitung. Zunächst wurde ein Sicherheitscheck durchgeführt, dann ging es an die Rettung und Bergung der vermissten Personen. Dabei waren die Höhe des Kirchturms und die Bergung der Verletzten über mehrere „Etagen“ schon eine besondere Herausforderung.

Konzentriert erledigten die Helferinnen und Helfer aber die ihnen zugeteilten Aufgaben, sodass am Ende Zugführer Benedict Hülsken ein positives Fazit ziehen konnte. „Im Großen und Ganzen können wir sehr zufrieden sein. Kleinere Dinge gibt es natürlich immer wieder mal zu verbessern, aber dafür üben wir das ja auch“, sagte Hülsken.

Ein großer Dank geht an die Kirchengemeinde St. Martin, die die Kirche für die Übung zur Verfügung gestellt hat. „Die Zusammenarbeit war wirklich prima“, lobte der Zugführer.

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