Krematorium im Gewerbegebiet Beisenbusch
Hauchdünne Entscheidung

Nottuln -

In der Politik bleibt das Projekt Krematorium im Gewerbegebiet Beisenbusch umstritten. Jetzt ging es im Gemeindeentwicklungsausschuss knapp zu.

Donnerstag, 27.10.2016, 06:10 Uhr

Im hinteren Teil des Gewerbegebietes Beisenbusch soll das Krematorium errichtet werden. Die Gemeinde hatte keine Probleme, die noch freien Grundstücke zu veräußern. „Für die Käufer war das Krematorium kein Thema“, sagt Bürgermeisterin Manuela Mahnke.
Im hinteren Teil des Gewerbegebietes Beisenbusch soll das Krematorium errichtet werden. Die Gemeinde hatte keine Probleme, die noch freien Grundstücke zu veräußern. „Für die Käufer war das Krematorium kein Thema“, sagt Bürgermeisterin Manuela Mahnke. Foto: Frank Vogel

Das Krematorium-Projekt im Gewerbegebiet Beisenbusch bleibt in der Politik weiter umstritten. Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung ist die dafür erforderliche Änderung des Bebauungsplanes am Mittwochabend mit 9:8 Stimmen bei zwei Enthaltungen beschlossen worden. Das letzte Wort hat nun der Gemeinderat am 8. November.

Klare Zustimmung zur Planänderung kam von der SPD . Dagegen blieb die CDU bei ihrer ablehnenden Haltung. Hier werde zum ersten Mal ein Änderungsverfahren ohne das Einvernehmen der Anlieger durchgeführt. Außerdem gebe es ein hohes juristisches Risiko.

Nach Ansicht der FDP, die der Planänderung zustimmte, liegt das Prozessrisiko allein beim Investor, nicht bei der Gemeinde.

Betont wurde am Mittwoch, dass die Gemeinde alle Grundstücke rundherum ohne Probleme verkaufen konnte. „Für die Käufer war das Krematorium kein Thema“, sagte die Bürgermeisterin im WN-Gespräch.

Fachbereichsleiter Karsten Fuchte wies in der Sitzung darauf hin, dass die Planänderung im Vorfeld mit dem Kreis Coesfeld besprochen worden sei. Der Kreis hatte denn auch im Beteiligungsverfahren auf eine Stellungnahme verzichtet.

Wenn der Gemeinderat in seiner Sitzung ebenfalls die Planänderung beschließt, kann im nächsten Amtsblatt der Gemeinde der geänderte Plan veröffentlicht werden. „Damit erlangt er dann Rechtskraft“, erläuterte Bürgermeisterin Mahnke.

Ab diesem Zeitpunkt kann dann aber auch dagegen geklagt werden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4397048?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F4849121%2F4849124%2F
Wechselchaos in Halle – Preußen holen ein 2:2 beim Spitzenreiter
Fußball: 3. Liga: Wechselchaos in Halle – Preußen holen ein 2:2 beim Spitzenreiter
Nachrichten-Ticker