Martinimarkt am Montag
Perfektes „Seehund“-Wetter

Nottuln -

Der letzte Tag des Martinimarktes gehört traditionell den Nottulner. Und er ist ein Tag, um Bilanz zu ziehen.

Montag, 07.11.2016, 21:11 Uhr

Im Musikexpress spielt das Wetter keine Rolle. Der Spaß ist immer riesengroß, wenn es in wilder Jagd im Kreis herumgeht.
Im Musikexpress spielt das Wetter keine Rolle. Der Spaß ist immer riesengroß, wenn es in wilder Jagd im Kreis herumgeht. Foto: Frank Vogel

Friedlich ist es in diesem Jahr auf dem Martinimarkt zugegangen. Ralf Storcks , Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Coesfeld, teilte auf Nachfrage mit, dass man keine Fälle von Körperverletzung zu verzeichnen gehabt habe. Einige kleinere Sachbeschädigungen hätte es gegeben, nicht bei allen sei aber der Zusammenhang zum Martinimarkt eindeutig.

Eindeutig war diesmal der Samstag der „Hauptkampftag“ für die, die etwas an den Mann oder die Frau bringen wollten. Das galt auch für die sozialen Vereine. „Am Samstag war hier richtig was los“, konnten zum Beispiel Helmut Walter und Josef Kindermann vom Stand des Partnerschaftskomitees St. Amand berichten.

Dass das Wetter so wechselhaft war, habe für wahre Besuchswellen gesorgt, wussten einige Standbetreiber zu erzählen. Setzte der Regen aus, kamen die Besucher. Wetter hin oder her – unterm Strich sei man zufrieden, erklärte Markus Schürkötter, Stammesvorsitzender der Nottulner Pfadfinder.

Beim Förderkreis Centro Social Caruaru ist die Reaktion ein wenig verhaltener. „Wir sind nicht unzufrieden. Aber im letzten Jahr lief es bei uns besser.“ Immerhin: Der eigens für den Martinimarkt aus Holz geschnitzte Fußballstar Naldo vom FC Schalke 04 kam bei den Fans an und verkaufte sich sehr ordentlich.

„Wir sind alles losgeworden“, hieß es am Stand des Deutschen Roten Kreuzes. Sowohl alle Lose für die große Tombola als auch die Brühwürstchen wurden verkauft, freuten sich Rotkreuzleiterin Agnes Schürkötter und die anderen Helfer.

„Super“ lief es bei der Kolpingsfamilie, wie Martha Krukenberg mitteilen konnte. Kein Wunder, denn am Stand gab es unter anderem den heißen „Seehund“ – perfekt bei der nasskalten Witterung. Erleichtert waren die Ehrenamtlichen, dass der Besuch der Lebensmittelüberwachung am Morgen positiv verlaufen war. „Alles gut“, signalisierte der Kontrolleur.

Toll findet nicht nur die Kolpingsfamilie die Atmosphäre des Kunsthandwerkermarktes hinter der Kirche. „Die schönen Hütten und die gemulchten Wege. Das hat was“, meinte Peter Bücker aus Haltern, der Dekoartikel feilbot. „Und mit der Gemeindeverwaltung hier kann man sehr gut zusammenarbeiten. Im vergangenen Jahr musste ich kurzfristig ins Krankenhaus und konnte den Stand nicht besetzen. Das haben die Marktmeisterin Frau Mührmann und ihre Kollegen anstandslos geregelt.“

Den Wünschen der Aussteller gerecht zu werden, das versucht auch die Kaufmannschaft, wie Vorstandsassistentin Klaudia Meyer betont. Deshalb habe man auf Wunsch aus den Reihen der Aussteller in diesem Jahr freigestellt, wie immer drei oder nur zwei Tage im Gewerbezelt dabei zu sein. Zwei Aussteller hatten dieses Angebot genutzt, den freigewordenen Platz nahmen am Montag drei Künstler mit ihren Werken ein. Wegen der notwendigen Umbauphase habe man die Öffnungszeit allerdings auf 12 Uhr verschieben müssen, erklärt Klaudia Meyer.

Das hatten sich wiederum andere Aussteller anders gewünscht. Hans Glose (Jemako Reinigungssysteme): „Wir fänden es besser, wenn bereits um 10 Uhr geöffnet wird. Das ist die Zeit, zu der unsere Kunden kommen.“ Man werde über den Versuch in diesem Jahr sprechen und sehen, wie man beim nächsten Mal verfährt, kündigte Klaudia Meyer an.

Ansonsten gab es viel positive Resonanz. Auch Hans Glose betont: „Wir sind sehr zufrieden. Wir sind jetzt im sechsten Jahr hier, und wir werden auf jeden Fall wieder dabei sein.“

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