Eleonore-Pollmeyer-Preis
Flüchtlingshilfe ausgezeichnet

Nottuln -

Sie setzen sich ehrenamtlich für die neuen Mitbürger ein und sind jetzt dafür geehrt worden: Die Mitglieder der „Flüchtlingshilfe Nottuln“ haben den Eleonore-Pollmeyer-Preis der SPD bekommen.

Montag, 12.12.2016, 18:12 Uhr

Laudatoren und Preisträgerinnen (v.l.): André Stinka und Ulrich Hampel zeichneten die „Flüchtlingshilfe Nottuln“ – vertreten durch Marianne Barkam und Edda Schäfer – mit dem Eleonore-Pollmeyer-Preis aus.
Laudatoren und Preisträgerinnen (v.l.): André Stinka und Ulrich Hampel zeichneten die „Flüchtlingshilfe Nottuln“ – vertreten durch Marianne Barkam und Edda Schäfer – mit dem Eleonore-Pollmeyer-Preis aus. Foto: Dieter Klein

Während einer kleinen Feierstunde im Café der Werkstätten in Karthaus überreichten Ulrich Hampel (MdB) und André Stinka (MdL) den von der SPD gestifteten Eleonore-Pollmeyer-Preis. In diesem Jahr ging dieser an Menschen, die sich mit besonderem Engagement der Not von Flüchtlingen widmen. Dazu gehören Stefanie Sandhagen aus Nordkirchen und Marianne Barkam und Edda Schäfer aus Nottuln . Letztere übernahmen den Preis im Namen der über 100 Mitglieder zählenden „ Flüchtlingshilfe Nottuln“.

André Stinka würdigte „das zivilgesellschaftliche Engagement von unter anderem sechs Millionen Menschen allein in NRW“. Er umriss zunächst das Werk Eleonore Pollmeyers, die 1920 aus Posen nach Coesfeld kam. „Als Coesfeld nach dem Krieg in Trümmern lag, sorgte sie für die Geflüchteten und Vertriebenen. In den 50er-Jahren organisierte sie Erholungsmaßnahmen für Senioren, Mütter und Jugendliche. In den 70ern begann ihr Engagement für die türkischen Arbeiterinnen und Arbeiter. Das brachte ihr den liebevollen Beinamen ‚Türkenmutti‘ ein.“

Auch die „Flüchtlingshilfe Nottuln“ habe sich große Verdienste um die Integration gemacht. „Bereits im März 2015 begannen die Aktiven der Flüchtlingshilfe damit, alle in Nottuln lebenden Flüchtlinge – das waren damals um die 120 – zu besuchen, um nach Wünschen zu fragen und Hilfe anzubieten. Daraus entstanden im Laufe der Zeit Angebote wie das inzwischen wöchentliche Café International, ein Fußballtreff, eine Spielgruppe für Mütter mit kleinen Kindern oder eine für Schüler, die Hilfe bei den Hausaufgaben benötigen. „Selbstverständlich“, schmunzelte Stinka, „gehört auch eine für das radelnde Münsterland unerlässliche Fahrradwerkstatt dazu.“

Als verlässliche Partner bezeichnete der Laudator: die Kirchengemeinden, die Bürgerstiftung, die Friedensinitiative, Caritas, Gemeinde und Kreis, die mithelfen, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit zivilgesellschaftliches Engagement vor Ort konkret funktionieren kann.

Marianne Barkam und Edda Schäfer dankten bescheiden „Wir stehen hier nur stellvertretend für alle Flüchtlings-Initiativen im Kreis.“

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