Kommunalpolitik
Ärger wegen privater Feiern

Nottuln -

Private Abendveranstaltungen in der Alten Amtmannei werden zum Thema für die Politik. In der Vergangenheit gab es Probleme.

Montag, 02.01.2017, 06:01 Uhr

Private Abendveranstaltungen in der Amtmannei und in deren Folge auch Sachbeschädigungen haben für Verärgerung gesorgt. Jetzt beschäftigt sich die Politik damit.
Private Abendveranstaltungen in der Amtmannei und in deren Folge auch Sachbeschädigungen haben für Verärgerung gesorgt. Jetzt beschäftigt sich die Politik damit. Foto: Dieter Klein

„Als beliebten Veranstaltungsort für Konzerte, Tagungen, Trauungen, private Feste und kulturelle Ereignisse“ beschreibt die Gemeinde Nottuln im Internet das „Kultur- und Veranstaltungszentrum Alte Amtmannei “ am Joseph-Moehlen-Platz. Doch gerade die private Nutzung des Gebäudes und die Reaktion der Verwaltung darauf haben auch für Verstimmung gesorgt, weshalb die CDU das Thema mit einem Antrag für die nächste Sitzung des Sozialausschusses auf die politische Tagesordnung holt.

Worum geht es?

Anwohner klagen in letzter Zeit wiederholt über Lärmbelästigungen, die von privaten Feiern zu nächtlicher Stunde ausgehen, schildert die CDU. Die Verwaltung habe in diesem Kontext gehäuft Sachbeschädigungen am gemeindlichen Eigentum festgestellt, welche nur schwer oder gar nicht einem Verursacher zugeordnet werden konnten. Die Verwaltung habe daher entschieden, die Alte Amtmannei für private Feiern in den Abendstunden nicht mehr zu vermieten.

„Dies stößt in der Bevölkerung und auch in der CDU-Fraktion auf kein Verständnis, wird auf diese Weise doch ein Weg eingeschlagen, mit dem das Fehlverhalten weniger große Auswirkungen für viele Bürgerinnen und Bürger hat und so die Funktion eines Bürgerhauses in Frage stellt. Das kann nicht richtig sein“, erklärt die CDU.

Sie verweist darauf, dass die Alte Amtmannei sich großer Beliebtheit in der Bevölkerung erfreue und daher sowohl von Vereinen als auch von Privatpersonen gerne genutzt werde. „Es handelt sich im guten Wortsinne um ein Haus der Bürger“, betont die CDU.

Damit dass auch zukünftig so gewährleistet ist, hält die CDU andere Regelungen für erforderlich anstatt einfach nur die Amtmannei für private abendliche Veranstaltungen nicht mehr zu vermieten. „Vielmehr müssen die Verantwortlichen jeweils herangezogen werden, gegebenenfalls der Veranstalter über eine Kaution“, erklärt die CDU. Auf diese Weise könne präventiv eine Änderung des Verhaltens erzielt werden. Die CDU beantragt daher, der Ausschuss möge die Verwaltung diesbezüglich beauftragen und die hierfür entstehenden Kosten ermitteln. Als Anhalt sollten die guten Erfahrungen aus der Vermietung des Bürgerzentrums Appelhülsen herangezogen werden.

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