Ortstermin im Dettener Dorfladen
Offene Wünsche an die Gemeinde

Schapdetten -

Reichtümer werden zwar nicht erwirtschaftet, doch schwarze Zahlen schreibt der Dettener Dorfladen. Ein Grund zur Freude. Es gibt aber auch Wünsche.

Donnerstag, 12.01.2017, 17:01 Uhr

Besuch im Dettener Dorfladen (v.l.): Klaus Kienle und Patrick Jansen (Grüne), Genossenschaftsvorstand Jochen Harengerd, Marktleiter Frank Rademacher und Vorstand Ariane Richert.
Besuch im Dettener Dorfladen (v.l.): Klaus Kienle und Patrick Jansen (Grüne), Genossenschaftsvorstand Jochen Harengerd, Marktleiter Frank Rademacher und Vorstand Ariane Richert. Foto: Grüne

„Unsere Dividende ist Lebensqualität“, war die Antwort auf die Frage von Patrick Jansen , Landtagskandidat der Grünen, ob die Zeichner der Genossenschaftsanteile mit Gewinnausschüttungen rechnen dürfen. Der Dettener Dorfladen arbeite zwar mit schwarzen Zahlen. „Reich werden wir aber alle nicht, ohne den Idealismus vieler Leute ginge es nicht“, so die beiden Vorstandsmitglieder Ariane Richert und Jochen Harengerd. Das berichten die Grünen, die sich jetzt vor Ort informierten, in einer Pressemitteilung.

Frank Rademacher, der Leiter des kleinen Supermarktes, erklärte, was es bedeutet, einen Laden mit Vollsortiment zu führen: Ständige Überprüfung des Warenbestands, rechtzeitige Nachbestellung, Kundenwünsche berücksichtigen – all dies sind ständige Herausforderungen. „Es ist beeindruckend, welche Vielfalt angeboten wird“, sagte Klaus Kienle , Ortsvereinssprecher der Grünen. „Ich bin selbst oft mit dem Einkaufszettel meiner Frau unterwegs und weiß ein vielfältiges Angebot zu schätzen. Und die Preise sind absolut konkurrenzfähig.“ Beeindruckend ist, dass Menschen, die nicht mehr mobil sind, die Ware in Schapdetten in die Wohnung gebracht wird.

Wo könnte der Dorfladen noch Unterstützung brauchen? „Uns fehlen moderne Tiefkühltruhen mit weniger Stromverbrauch, die Stromrechnung belastet heftig“, erklärte der Vorstand. Vielleicht findet sich ja ein Sponsor, meinte Patrick Jansen.

Kritik wird vom Vorstand geäußert, dass das gegenüberliegende Landhaus verkommt. „Das schreckt von außerhalb kommende Kunden ab.“ Und das Schild mit der Tempobegrenzung auf 30km/h sollte bereits am Ortseingang stehen, nicht erst kurz vor dem Laden. Es werde viel zu schnell gefahren, die Fußgänger seien gefährdet, wenn sie die Straße überqueren wollen. Wäre auch ein Zebrastreifen möglich, um den Fußgängern zu helfen? Klaus Kienle versprach, die Fragen an die Gemeinde heranzutragen.

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